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Mittwoch, 30. September 2009

Book Review: Kapitel 3 - Ihr neues Büro. Einführung in die WPS - Teil 1

Im Zuge der Installation haben Sie Warp von einer eher technischen Seite kennengelernt. Nachdem Sie OS/2 Warp 3 erfolgreich installiert haben, ist es nun an der Zeit, Sie mit der Seite des Systems bekannt zu machen, mit der Sie im täglichen Betrieb zu tun haben werden. Gemeint ist die Workplace Shell (WPS), der "elektronische Schreibtisch", den Warp 3 Ihnen zur Verfügung stellt.

In diesem Kapitel werden Sie also erfahren:
  • was die Workplace Shell eigentlich ist
  • wie sie funktioniert
  • welche Dienste sie ihnen bietet und
  • wie Sie sie erweitern, konfigurieren und mit ihr arbeiten können.
Erfahrene Benutzer von OS/2 2.x werden Gelegenheit habe, sich mit den neuen Features der Warp-WPS vertraut zu machen. Diese kurze Einführung in die objektorientierte Funktionalität der Workplace Shell und ihre Standardobjekte richtet sich an den Endanwender. Technisch interessierte Leser und Programmierer seien auf die Redbooks zu OS/2 Warp 3, das SOM Toolkit, die SOMojects Dokumentation und das Developers Toolkit 3.0 verwiesen. Diese Publikationen enthalten detaillierte Beschreibungen der technischen Grundlage der objektorientierten Programmierung und das System Objekt Model (SOM), auf dessen Basis die WPS entwickelt wurde.

Alles, was sie auf der WPS sehen, ist ein Objekt. Wohin Sie mit der rechten Maus-Taste auch klicken, es erscheint immer ein Kontext-Menü dieses Objekts, dass sich zu diesem Zeitpunkt unter dem Maus-Zeiger befindet. Der Inhalt dieser Kontext-Menüs unterscheidet sich von Objekt zu Objekt. Der große Vorteil der Objekt-Orientierung ist, dass jedes Objekt nicht nur Daten enthält, sondern auf bestimmte Aktionen, bestimmte Funktionen (Methoden) zur Verfügung stellt. Zieht man zum Beispiel eine Dokument, die Sie mit einem bestimmten Anwendungsprogramm erzeugt haben auf das Drucker-Icon (Objekt), weiß die WPS nicht nur, dass Sie diese Datei drucken wollen. Anhand der Methoden dieses Dokument-Objekts kann das Drucker-Objekt feststellen, ob die Anwendung mit der das Dokument erstellt wurde, bestimmte Funktionen zur Verfügung stellt, um diese Datei zu drucken. Ist dies der Fall, greift die Drucker-Anwendung auf die Funktionen dieser Anwendung zurück. Wird dieses Dokument auf das Fax-Gerät geschoben, werden andere Funktionen des Objekts aufgerufen, die das Dokument entsprechen konvertieren und verschicken. Der Anwender muss ich darum nicht kümmern.
Diese Art des Arbeitens ist am Anfang für die meisten Anwender ungewohnt und Bedarf einer gewissen Einarbeitungszeit. Hat man aber einmal die Prinzipien hier den Objekten begriffen, wird man wesentlich produktiver mit der WPS arbeiten können.

PS: Das hundertste Post auf OS/2 Today ;)

Montag, 14. September 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 4

Mit dem OS/2 Programm FDISK kann man, genau wie auch unter DOS, die Festplatte partitionieren. Hierunter versteht man die Unterteilung des Festplattenplatzes in mehrere virtuelle Teile. DOS wie auch DOS unterstützen bis zu 4 primäre Partitionen wobei alternativ eine erweiterte Partition mit bis zu 16 logischen Partitionen, durch eine primäre Partition ersetzt werden kann. Während DOS und Windows nur von einer primären Partition booten können, kann man OS/2 auch auf einer logischen Partition einer erweiterten Partition booten. Hierfür muss jedoch der OS/2 Bootmanager installiert werden. Will man OS/2 alleine auf einem PC installieren, ist es nicht erforderlich mehr als eine Partition anzulegen, es reicht eine primäre Partition. Eine Installation des OS/2 Bootmanagers ist in diesem Fall nicht erforderlich.

Mit dem OS/2 FDISK Programm muss nur dann eine Partition angelegt werden, wenn noch keine Partition auf der Festplatte vorhanden ist. Der OS/2 Installer sucht automatisch nach einer geeigneten Partition um auf ihr OS/2 Warp zu installieren. Nur wenn dieser keine geeignete Partition findet wird automatisch FDISK aufgerufen. Wird eine Partition gefunden, hat man bei der Benutzerdefinierten-Installation die Wahl ob man diese Partition als Installationspartition für OS/2 Warp akzeptiert oder doch eine neue Partition mit FDISK definiert. Die erzeugte Partition muss sowohl als bootfähige als auch als Installationspartition definiert werden.

Für alle diejenigen, die Versuchen, OS/2 Warp auf etwas modernerer Hardware zu installieren, seien hier auf die folgenden Festplatten-Einschränkungen hingewiesen:
  • OS/2 Warp muss innerhalb des ersten Gigabytes der Festplatte installiert werden.
  • Diese Partition muss innerhalb der ersten 1024 Zylinder der Festplatte liegen.
  • Die Festplatte bzw. der Festplatten-Controller muss vom BIOS des PCs direkt unterstützt werden.
Nach der Partitionierung der Festplatte steht bei der Benutzerdefinierten-Installation zur Wahl, ob man die Installationspartition mit einem FAT- oder HPFS-Dateisystem formatiert. Eine HPFS-Partition lohnt sich erst ab einem PC mit mehr als 12MB RAM. Nach der Formatierung der Festplatte wird die Installation des Basis-System von den ersten 6 Disketten bzw. CD-ROM durchgeführt und der Computer anschließend zum ersten mal von der Festplatte gebootet. Während diesen ersten Startvorgang aktiviert OS/2 den Hardware Sniffer um möglichst viele Informationen über den Computer zu sammeln und eine entsprechende Vorkonfiguration festzulegen. Mit diesen Informationen startet OS/2 dann den "Maintenance Desktop", eine speziell angepasste Version der späteren Workplace Shell.

Auf diesem Desktop wird nun das erweiterte Installationsprogramm gestartet. In der Systemkonfiguration werden nun die wichtigsten Hardware-Komponenten angezeigt, die der "Hardware-Sniffer" beim Systemstart automatisch ermittelt hat. Der Anwender hat nun die Möglichkeit diese Einstellungen abzuändern oder gegebenenfalls zu korrigieren. Die wichtigen Einstellungen sind die der Grafikkarte, der Maus und des CD-ROM Laufwerks. Ohne diese kann die Installation nicht fortgesetzt werden. Alle anderen Komponenten können auch noch zu einem späteren Zeitpunkt konfiguriert werden, wenn z.B. entsprechende Treiber auf das System geladen wurden.

In der nun folgenden Software-Konfiguration kann man auswählen welche Komponenten auf der Festplatte installiert werden sollen. Es ist hier ebenfalls nicht nötig alles zu installieren was möglich ist. Wenn man z.B. keine HPFS-Partition angelegt hat, kann man die HPFS- Unterstützung deselektieren um Platz auf der Festplatte zu sparen. Auch hier ist es später möglich Software-Komponenten nachzuinstallieren, wenn man erkennt, dass man diese benötigt. Nach der Bestätigung der Auswahl wird nun das OS/2 System auf ihrer Festplatte installiert. Wenn keine Fehler bei diesem Kopiervorgang auftreten, werden Sie im Anschluss aufgefordert den Rechner neu zu starten. Bei diesem Systemstart entfernt OS/2 noch vorhandene Temporäre Dateien und konfiguriert automatisch die Workplace-Shell. Darum kann dieser Startvorgang etwas länger dauern als die folgenden. Am Ende haben Sie ein vollständig Installiertes OS/2 Warp 3 System vor sich.

OS/2 Warp sollte man nicht wie DOS einfach durch ausschalten des Computers beenden, man sollte das System sauber herunterfahren. Dies kann durch das Klicken auf den Button "Systemabschluss", durch das gleichzeitige Drücken von CRTL-ALT-DEL geschehen. Erst wenn OS/2 Ihnen sagt, dass Sie den Computer ausschalten dürfen, sollten Sie dieses tun. Andernfalls kann es passieren, dass Sie Daten verlieren.

Dienstag, 8. September 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 4

Die Show beginnt! Ende der Theorie, nun wird OS/2 Warp endlich installiert. Für den Fall, dass man OS/2 zusammen mit DOS in die gleiche Partition installieren will, sollte man vorher den DOS Kommando-Interpreter aus dem Stammverzeichnis in das DOS-Verzeichnis kopieren. Damit verhindert man, dass OS/2 beim Ausführen des DOS-Emulators den Kommando-Interpreter der DOS-Installation verwendet, sondern den für OS/2 gültigen Interpreter aus dem Verzeichnis /OS2/MDOS verwendet. Damit die DOS-Installation den Kommando-Interpreter im DOS-Verzeichnis findet muss man in der DOS CONFIG.SYS Datei diese Zeile einfügen:

SHELL=C:/DOS/COMMAND.COM /P /E:512

Außerdem muss in der DOS AUTOEXEC.BAT Datei die folgende Änderung vorgenommen werden:

SET COMSPEC=C:/DOS/COMMAND.COM

Das diese Änderung nicht automatisch vom OS/2 Installer ausgeführt wird, kann auf die Nachlässigkeit der Entwickler zurückgeführt werden. Dies ist jedoch nicht der einzige Fehler, die der Installer aufweist. Wenn man OS/2 Warp "Native" auf einem PC installieren will, sollte man zunächst im BIOS-Setup des PCs den CPU-Cache, Shadow-RAM deaktivieren und die Taktfrequenz des Systems (wenn möglich) herunterschalten. Andernfalls kann es passieren, dass OS/2 Warp nach einigen Tagen bzw. Wochen nach der Installation instabil wird und zu abstürzen neigt. Dieses Negativ-Tuning kann nach der Installation des Betriebssystems wieder rückgängig gemacht werden. Weshalb dieses Tuning erforderlich ist kann selbst IBM nicht erklären.

Nachdem man nun all diese Vorgaben durchgeführt hat, kann man nun endlich mit der Installation beginnen. OS/2 wird nun mit der Installations-Diskette gebootet. Nach wenigen Sekunden sollte das IBM-Logo erscheinen, dass Sie auffordert, die Diskette 1 einzulegen. Abhängig davon ob man die Disketten-Installation, oder die CD-ROM Installation durchführen will, sollte man die entsprechende Diskette 1 einlegen und die Enter-Taste drücken. Nun erscheint eine Grafik mit dem OS/2-WARP Schriftzug. Leider verbirgt die Grafik einen wichtigen Teil der Installation, das Laden der Treiber für die Laufwerke (Festplatte, Diskette, CD-ROM usw.). Durch das Drücken der Tasten-Kombination ALT-F2 kann man sich jedoch in der untersten Zeile einblenden lassen, welcher Treiber aktuelle bearbeitet wird. Es ist nicht selten, dass OS/2 beim Laden der Treiber hängen bleibt, weil die Hardware-Komponenten des PCs evtl. einen Konflikt aufweisen, oder dass ein Treiber irrtümlich eine falsche Hardwarekomponente erkennt. Sollte die Installation bei Ihnen an dieser Stelle ebenfalls hängenbleiben hilft nur das Ändern der CONFIG.SYS Datei. Durch das Auskommentieren von nicht benötigten Treibern kann man das Problem von falsch erkannten Hardwarekomponenten beheben. Benötigt der PC spezielle Treiber um seine Massenspeicher anzusprechen, muss man den entsprechenden OS/2 Treiber (sofern vorhanden) auf die Diskette 1 kopieren.

Nach dem Laden der Treiber verschwindet die Grafik und der OS/2 Installer meldet sich zurück. Nun haben Sie die Auswahl ob sie eine Standard-Installation oder eine Benutzerdefinierte-Installation durchführen wollen. Wählen Sie die Standard-Installation aus, wird OS/2 wie folgt installiert:
  • Auf der ersten primären Partition der ersten Festplatte.
  • Die Partition wird nur dann formatiert, wenn sie nicht formatiert ist.
  • Falls DOS auf dieser Partition installiert ist, wird OS/2 für den Parallelbetrieb eingerichtet. Man kann dann beim Start des PCs auswählen, ob man DOS oder OS/2 verwenden will.
  • Es werden fast alle Features von OS/2 Installiert.
  • Ein schon installiertes Windows 3.1 wird erkannt und automatisch in OS/2 integriert.
  • Die Treiber für alle von Installer installieren Hardwarekomponenten wird installiert.
  • Die HPFS-Dateisystemunterstützung wird nur installiert, wenn der Installer schon eine Partition mit HPFS auf dem PC vorfindet.
Es ist empfehlenswert nicht die Standard-Installation auszuwählen. Über die Benutzerdefinierte Installation kann man viel individueller die System-Komponenten an sein System anpassen und nur die Software-Komponenten auswählen die man auch wirklich benötigt.

Sonntag, 26. Juli 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 3

Bei der Installation von OS/2 kann es unter Umständen erforderlich sein die Datei CONFIG.SYS an das System anzupassen, auf dem man installieren will. In dieser Datei werden die einzelnen Treiber und Einstellungen geladen. Es ist möglich das sich bestimmte Treiber gegenseitig in die Quere kommen. Darum ist es bei Problemen ratsam die CONFIG.SYS Datei an das Installationssystem anzupassen. Dies kann man mit Hilfe des Editors Tiny-Editor (TEDIT) vornehmen der sich auf der Installationsdiskette 0 befindet.
Die CONFIG.SYS Datei von OS/2 ist in ihrem Umfang deutlich größer als die von MS-DOS. Von ihrer Funktion aber sind beide gleich, beide Laden die erforderlichen Treiber für das System und setzen Systemvariablen und Pfadangaben. OS/2 kennt die folgenden Arten von Treibern:

  • Dateisysteme (*.IFS)
    In OS/2 sind die Treiber für die Dateisysteme nicht in den Kernel implementiert wie bei DOS, sie sind als ladbare Treiber implementiert. Auf diese weise ist es möglich sie nach bedarf zu laden. Von Hause aus unterstützt OS/2 das FAT-, HPFS-, und CD-ROM- Dateisystem. Dateisysteme werden in der CONFIG.SYS mit dem Befehl IFS installiert. Um also z.B. Daten von CD-ROM lesen zu können, muß das CD-ROM File System mit der Zeile:

    IFS=/OS2/CDFS.IFS


    in Ihrer CONFIG.SYS installiert werden.

  • Basistreiber (*.ADD)
    Ein Basistreiber wird vor allen anderen Treibern geladen, da seine Aufgabe die Ansteuerung von Floppy-, Festplatten-, und CD-ROM-Laufwerken ist. Ohne diese Treiber ist eine Installation bzw. ein Betrieb von OS/2 nicht möglich. Die Basistreiber werden mit dem Befehl BASEDEV installiert.

  • Device-Manager (*.DMD)
    Die sogenannten Device-Manager setzen auf den Basistreibern auf. Sie stellen in der Regel ein Zugriffs-Interface für die von Ihnen verwalteten Datenträger zur Verfügung. Fehlt er und übernimmt kein anderer Treiber seine Aufgabe, ist kein Zugriff auf die betreffenden Laufwerke möglich. Device-Manager werden mit dem Befehl DEVICE, aber auch mit BASEDEV installiert. Das folgende Beispiel läd den Device-Manager für Festplatten und für CD-ROM Laufwerke:

    basedev=/OS2/BOOT/OS2DASD.DMD
    device=/OS2/BOOT/OS2CDROM.DMD

  • Device-Driver (*.SYS)
    Die meisten unter OS/2 verwendeten Treiber sind "gewöhnliche" Geräte-Treiber für z.B. Tastatur, Maus und Schnittstellen. Das laden dieser Treiber wird mit dem Befehl DEVICE durchgeführt wobei viele Treiber noch durch zusätzliche Parameter an die Hardware angepasst werden. Wird ein solcher Treiber nicht richtig geladen kann dies Funktions-einbußen zur Folge haben.

  • Virtuelle-Device-Driver (V*.SYS)
    Diese Treiber werden nur für die virtuelle DOS Umgebung geladen. Sie werden in jede virtuelle DOS Umgebung geladen, egal wie viele gleichzeitig geöffnet wurden, wenn man sie mit dem Befehl DEVICE in die CONFIG.SYS eingetragen werden. Einige Treiber müssen hier eingetragen werden, andere können aber auch über die WorkplaceShell gezielt in eine bestimmte DOS-Session geladen werden.
Neben dem laden von Treibern, können in der CONFIG.SYS auch Umgebungsvariablen gesetzt werden. So bestimmt die Variable PATH den Suchpfad nachdem die Shell nach der Eingabe von Kommandos nach den angegebenen Programmen bzw Dateien sucht. Mache Programme setzen voraus, das man bestimmte Umgebungsvariablen in der CONFIG.SYS gesetzt hat.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 2

Im folgenden beschreibt der Autor die wichtigsten System-Dateien von OS/2 und deren Funktion. Bei der Installation von OS/2 kann es unter Umständen vorkommen, dass man Änderungen an diesen Dateien vornehmen muss, damit OS/2 sich vernünftig installieren lässt.
  • CONFIG.SYS
    Diese ist die wichtigste aller Konfigurationsdateien. Ohne diese Datei kann OS/2 nicht starten. Sie wird nur einmal beim Start des Betriebssystems geladen und abgearbeitet. Neben Anweisungen für Treiberinstallationen enthält sie vor allem systemrelevante Setup-Daten wie Umgebungsvariablen und systemsteuernde Einstellungen, die nur während des Systemstarts vorgenommen werden können. Änderungen an dieser Datei werden deshalb erst beim nächsten Start des System berücksichtigt.

  • OS2.INI & OS2SYS.INI
    Diese beiden Dateien sind in einem binären Format angelegt und können nicht mit einem Editor bearbeitet werden. Über diese Dateien wird das Verhalten des Präsentation Managers und der Workplace Shell gesteuert. Sind diese Dateien defekt oder nicht vorhanden, kann die grafische Benutzeroberfläche nicht gestartet werden. Diese Dateien werden bei Start der GUI eingelesen und mit dem Ende des Systemabschlusses wieder freigegeben.

  • AUTOEXEC.BAT
    Diese Datei wird für DOS-Sitzungen benötigt. Wie auch unter DOS können in dieser Datei System-Variablen gesetzt werden oder Programme aufgerufen werden. Unter OS/2 ist es möglich für unterschiedliche DOS-Sitzungen jeweils eine eigene, spezielle angepasste AUTOEXEC.BAT Datei anzugeben. Es ist auch möglich eine DOS-Sitzung ganz ohne diese Datei zu starten, dann muss aber in Kauf genommen werden, dass bestimmte DOS-Funktionen nicht mehr wie erwartet funktionieren. (Tastaturtreiber, Pfadangaben, Mausunterstützung etc.)

  • STARTUP.CMD
    Diese Datei wird unmittelbar nach der Abarbeitung der CONFIG.SYS Datei abgearbeitet. In dieser Datei können bestimmte Programme automatisch zum Systemstart ausgeführt werden. Falls man mit der Workplace Shell arbeitet, kann man aber auch auf diese Datei ganz verzichten und dafür die Programme, die man zum Systemstart ausführen will in den Ordner Autostart legen.
Alle diese Konfigurationsdateien sollte man zur Sicherheit in einen Ordner oder auf eine Diskette sichern damit man bei Systemproblemen auf diese zurückgreifen kann. Die Dateien OS2.INI und OS2SYS.INI sollte man am besten zusammen mit allen Desktop-Ordnern sichern. Wie man diese Dateien am besten sichern kann, wird in einem anderen Kapitel noch einmal genau beschrieben.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 1

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Installation von Warp 3 und klärt, ob man eine evtl. schon installierte OS/2 Version mit dem Warp Paket aktualisieren kann. Der Leser wird außerdem in die wichtigen OS/2 Systemdateien eingeführt und ihm werden Schritt für Schritt die einzelnen Phasen der Installation erläutert. Zuerst möchte ich ein paar Abkürzungen erläutern die bei früheren OS/2 Versionen (1.0 - 2.0) verwendet wurden:
  • SE - Standard Edition
    Diese Version enthält die Standard Komponenten des Betriebsystems und ist für den Einsatz auf dem Desktop PC ausgerichtet. Ab der Version 2.0 enthält OS/2 zusätzlich eine Windows 3.1 Version. Ab der Version 2.1 gibt es dann eine SE-Variante mit Windows (Blue-Spine) und eine günstigere Variante ohne Windows (Red-Spine).

  • EE - Extended Edition
    Diese Variante von OS/2 wurde um Server Funktionen erweitert.

  • GA - General Availability
    Ab Version 3.0 Warp wurde die Release Version von OS/2 mit GA oder auch Golden Code bezeichnet. Dieses war jeweils die von IBM freigegebene Version die in den Verkauf gelangte.

  • OS/2 for Windows
    Diese Variante von OS/2 konnte über ein installiertes DOS mit Windows 3.1 in das vorhandene FAT-Filesystem installiert werden. Der Anwender hatte dadurch die Wahl, mit einen bisherige DOS und Windows weiterzuarbeiten, ober aber die gleiche Software auch unter OS/2 zu verwenden.

  • WinOS/2
    Diese Windows 3.1 Version ist bestandteil von OS/2 und wird als eigener Prozess gestartet. In dem Fall, dass eine Windows-Anwendung abstützt kann diese nur den WinOS/2 Prozess beeinträchtigen. Das darunterliegende OS/2 System mit seinen Anwendungen läuft ungehindert weiter.
Eine Aktualisierung auf Warp 3 ist nicht unter alle Umständen möglich. Abhängig von der installierten Vorgänger-Version kann nur mit einer bestimmten Warp 3 Variante eine Aktualisierung durchgeführt werden. In diesem Fall muss die alte OS/2 Installation gelöscht werden. Es ist möglich OS/2 auf eine FAT Partition neben Windows 3.1 zu installieren. Mit einigen Tricks ist es auch möglich ein Windows 3.1 auf eine OS/2 HPFS Partition zu installieren.
Ich gehe im folgenden davon aus, dass man eine OS/2 Version 3 mit WinOS/2 installiert und somit DOS und Windows automatisch mit Warp 3 mit installiert wird.

Bei den Installationsmedien hat man die Auswahl zwischen einer Disketten Version von Warp 3 oder einer Version mit 2 CD-ROMs (OS/2 Warp + Bonus-Pack) und 2 Boot-Disketten. Der Autor empfiehlt den Kauf der CD-ROM Version, selbst wenn man ein CD-ROM Laufwerk haben sollte, dass noch nicht von OS/2 unterstützt wird. Unter DOS besteht auch mit der CD-ROM Version die Möglichkeit, sich eine notwendigen Installations-Disketten selbst zu erstellen. Da IBM die Disketten in einem anderen Format verwendet, das mehr als 1.44 MB auf einer Diskette speichern kann, benötigt man unter DOS einen speziellen Treiber um diese Disketten bearbeiten zu können. Auf der OS/2 Warp 3 CD-ROM befindet sich im Verzeichnis \OS2 die folgenden Treiber die man in die CONFIG.SYS Datei der DOS-Installation eintragen muss:

BASEDEV=IBM2FLPY.ADD
BASEDEV=XDFLOPPY.FLT

Danach kann man mit dem Befehl makedsks die Installationsdisketten erstellen, bzw. mit dem Befehl xdfcopy a: a: sich Sicherheitskopien der Installationdisketten erstellen, wenn man eine Diskettenversion von OS/2 besitzt. In dem Fall, dass man noch einen Rechner mit einem 5,25" Floppy Laufwerk besitzt hilft leider alles nichts, man benötigt ein 3,5" Floppy Laufwerk als Laufwerk A: sonst kann man OS/2 nicht installieren.

Mittwoch, 18. März 2009

Book Review: Kapitel 1 - Bevor Sie beginnen ...

Das erste Kapitel dieses Buches erläutert die Grundlagen eines PCs und den Funktions-Umfang von OS/2 Warp 3. Es wird auf die Systemanforderungen von Warp 3 eingegangen und beschrieben wie man Warp 3 zusammen mit anderen Betriebssystemen installiert.

Der Autor empfiehlt als minimal PC für die Benutzung von Warp 3 einen 386 DX 40 mit 8 MB RAM und 200 MB Festplatte. Warp 3 läuft theoretisch schon auf einem 386 SX 16 mit 4 MB RAM und 60 MB Festplatte, diese Ausstattung ist aber nur für wenige Anwendungen wie Textverarbeitung erträglich. Als optimaler Warp-PC wird ein 486 DX 33 mit 16 MB RAM und 400 MB Festplatte empfohlen. Bei der Auswahl der Hardware-Komponenten sollte man vor dem Kauf genau prüfen, ob diese von Warp 3 direkt oder vom Hersteller der Komponente mit Treibern unterstützt wird.

Warp 3 bietet echtes Multitasking zwischen OS/2, Windows 3.1 und DOS Anwendungen, besitzt echten Speicherschutz zwischen den verschiedenen Anwendungen und bringt für die Bedienung eine objektorientierte, graphische Benutzeroberfläche mit, die Workplace Shell. Warp 3 unterstützt das FAT, HPFS und ISO9660 Dateisystem und über der Installable-File-System (IFS) Unterstützung können noch weiter Dateisystem hinzugeladen werden.

Anders als OS/2 2.1 wird Warp 3 direkt mit einem BonusPak ausgeliefert das die folgenden Programme enthält:
  • IBM Works (Textverarbeitung, Datenbank, Tabellenkalkulation, Terminverwaltung)
  • IBM Multimedia Viewer für Archivierung und Darstellung von Bild und Textdateien.
  • IBM Internet Connection für OS/2 (diverse Programme für den Zugriff auf das Internet)
  • Faxworks für OS/2 (Faxe empfangen und senden aus OS/2-, WinOS/2- und DOS-Anwendungen heraus)
  • Opalis für OS/2 (BTX-Decoder für den Datex-J Dienst der deutschen Telekom)
  • HyperAccess Lite für OS/2 (Terminal-Programm für den Zugriff auf Mail-Boxen und Online-Dienste)
Bevor man nun Warp 3 installiert sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man OS/2 alleine oder neben anderen Betriebssystemen wie Linux oder DOS verwenden will. Hier gelten die gleichen Regeln die schon im Kapitel 11 zum Book Review OS/2 2.1 - Eine Strukturierte Einführung beschrieben wurden.

Montag, 16. März 2009

Book Review: OS/2 Warp Version 3 ohne Kopfschmerzen

Dieses Buch aus dem Markt&Technik Verlag beschäftigt sich mit OS/2 Warp 3. Der Autor Benjamin Stein gibt in diesem Buch dem Einsteiger wie auch dem Fortgeschrittenen OS/2 2.0 Anwender einen Einblick in die neue Version von OS/2 Version 3. Auf gut 300 Seiten behandelt das Buch die Installation, den Umgang mit Warp, erläutert die Programme des Bonus-Packs und gibt viele nützliche Tipps für den Alltag. Ich möchte zum Auftakt aus dem Vorwort zitieren, in dem der Autor beschreibt was den Leser in diesem Buch erwartet.

OS/2 - was ist das? OS/2 - das taugt doch nichts! OS/2 - das ist doch ein Betriebssystem für Großrechner von IBM, für den Heim-PC völlig ungeeignet. Oder auch: Oh - OS/2 - das macht deinem Rechner Beine, wer´s drin hat, hat mehr drauf... Irgend etwas muss dieses Software an sich haben, wenn es ihr gelingt, die Debatte über das Betriebssystem der Wahl derart anzuheizen und mit immer neuem Stoff zu versorgen.

Vielleicht glauben Sie diesen Slogans nicht. Vielleicht wollen Sie endlich wissen, was wirklich dran ist an diesen Schmähreden und Lobeshymnen. Was kann dieses OS/2? Was kann es nicht? Lohnt es sich für mich, es zu installieren? Wie stelle ich´s an? Was muss ich beachten?

Eine umfassende Antwort auf alle Ihre Fragen zu OS/2 wird Ihnen auch dieses Buch nicht geben können. Es ist gedacht als erster Einstieg für jene unter Ihnen, die vorhaben, OS/2 zu benutzen. Es ist gedacht als Informationsquelle für jene, die OS/2 noch nicht oder nur wenig kennen und unschlüssig sind, ob sich eine Installation wohl lohnt. Und ebenso soll es den Anwendern von OS/2 2.x helfen, in Kürze die Neuerungen und Veränderungen der Version 3 kennenzulernen, damit der Ein- bzw. Aufstieg in die Warp-Ära ohne allzu großes Kopfzerbrechen oder gar Kartenjammer vonstatten gehen kann.

Also, worauf warten wir noch? Sie sind bereit? Lassen Sie sich einfach entführen in die gar nicht so "unendlichen Weiten" von OS/2 Warp.

Benjamin Stein - OS/2 Warp Version 3 ohne Kopfschmerzen - Markt&Technik - ISBN 3-87791-700-3

Das Buch ist in 5 Kapitel aufgeteilt die in den folgenden Wochen nacheinander von mir zusammengefasst werden. Die Kapitel haben die folgenden Titel:
  1. Bevor Sie beginnen ...
  2. Installation
  3. Ihr neues Büro - Einführung in die Workplace Shell
  4. So geht´s - Arbeiten mit der Workplace Shell und den Anwendungen des BonusPak
  5. Durchstarter und Fehlstarts
Ich werden bei Bedarf Bezug auf das letzte Book-Review nehmen, weil ich nicht unnötig schon beschriebene Funktionen von OS/2 erneut beschreiben will.