Donnerstag, 17. September 2009

Old Operating Systems Don’t Die…

Ein Artikel von Technologizer beschäftigt sich mit alten, aber noch nicht toten Betriebsystemen und erwähnt auch OS/2 und eComStation:

OS/2 (erschienen 1987)

“Im Vergleich zu denen sind Amiga User vernünftige Menschen.” So beschriebt mein ersten Chef im Computer Magazin Geschäft die OS/2 - Liebhaber. Das war zu der Zeit, als es OS/2 verpasste, das dominante Betriebsystem der nächsten Generation zu werden, wobei jeder davon ausging, dass OS/2 es werden würde. Selbst Bill Gates sagte das. Ich denke, wir sind nun an dem Punkt angelangt, an dem der Letzte, der hartnäckigen, auf Windows fluchende OS/2 User aufgegeben hat, zu hoffen das OS/2 den Ruhm erlangen wird, dem ihm zusteht. (Ähm, Ich nehme das zurück.)

OS/2 ist noch nicht tot – ehrlich gesagt läuft es momentan immer noch in einigen Embedded Systemen und IBM liefert widerwillig noch für kleines Geld Support. Und eComStation 2.0, eine autorisierte OS/2 Variante, gibt es auch noch – die Silver Version von Release 2.0 ist gerade vor wenigen Wochen veröffentlicht worden.


Kommentare:

Stephan hat gesagt…

Ehrlich gesagt - ich mußte bis Ende 1997 im Büro mit OS/2 arbeiten und fand die ganze Benutzerführung absolut unintuitiv. Heute gibt es mit 7 endlich mal ein brauchbares Windows, Apple hat es nach 10 Jahren geschafft, einen brauchbaren und sogar nativen Finder hinzubekommen, Ubuntu macht Linux bereit für den Desktop, und sogar BeOS ist in Form von Haiku wiederauferstanden.

Ecomstation 1.2 hatte ich mal bei Ebay für 50 Euro ersteigert und fand selbst das noch viel zu viel Geld. Miserable Hardwareunterstützung, Uralt-Software im Bundle, dafür aber noch ein original Windows 3.1 und Dos, nur wozu? Mir ist weder die Konfiguration der Interneteinwahl gelungen noch die Installation des Update-Clients, und die Installation von OpenOffice (dafür habe ich nochmals 50 Euro ausgegeben) war eine Wissenschaft für sich.

Mein Tipp: Ubuntu holen und Ecomstation vergessen.

Blotto hat gesagt…

Da kann ich Dir nur zustimmen. Meine Ambitionen zu OS/2 sind nur noch rein nostalgischer Natur. Die Entwicklungen betreffend der eComStation betrachte ich allein deshalb, weil es sich dabei eigentlich um ein Warp 4.52 CP2 handelt und es interessant ist, wie es diese kleine Gemeinschaft von Usern es noch immer schafft, das tote Pferd OS/2 durch Spenden-Spritzen und Oberflächenbehandlungen ein wenig länger am Laufen zu halten. Solange man seine Ansprüche immer weiter zurückschraubt, kann man eCS sogar noch für einige Aufgaben produktiv einsetzen. eCS ist und bleibt eine Notlösung für die, die zur Zeit keinen Weg finden, ihre OS/2 Anwendungen auf einen anderen System laufen zu lassen.

Ich möchte niemanden eCS als Alternative für Linux, MacOS X oder Windows empfehlen. Aber für alle die, die ein wenig das Retro-Feeling der 90´er Jahre erleben wollen, sollten sich OS/2 Warp 3 beschaffen und ein wenig damit herumzuspielen.