Donnerstag, 17. September 2009

Old Operating Systems Don’t Die…

Ein Artikel von Technologizer beschäftigt sich mit alten, aber noch nicht toten Betriebsystemen und erwähnt auch OS/2 und eComStation:

OS/2 (erschienen 1987)

“Im Vergleich zu denen sind Amiga User vernünftige Menschen.” So beschriebt mein ersten Chef im Computer Magazin Geschäft die OS/2 - Liebhaber. Das war zu der Zeit, als es OS/2 verpasste, das dominante Betriebsystem der nächsten Generation zu werden, wobei jeder davon ausging, dass OS/2 es werden würde. Selbst Bill Gates sagte das. Ich denke, wir sind nun an dem Punkt angelangt, an dem der Letzte, der hartnäckigen, auf Windows fluchende OS/2 User aufgegeben hat, zu hoffen das OS/2 den Ruhm erlangen wird, dem ihm zusteht. (Ähm, Ich nehme das zurück.)

OS/2 ist noch nicht tot – ehrlich gesagt läuft es momentan immer noch in einigen Embedded Systemen und IBM liefert widerwillig noch für kleines Geld Support. Und eComStation 2.0, eine autorisierte OS/2 Variante, gibt es auch noch – die Silver Version von Release 2.0 ist gerade vor wenigen Wochen veröffentlicht worden.


Mittwoch, 16. September 2009

Toshiba Satellite 110CS vor der Verschrottung gerettet.

Mein Arbeitgeber zieht um. Dies ist meist der Zeitpunkt, an dem man sich durch die Archive arbeitet und die alten Unterlagen aus längst vergangenen Zeiten aussortiert und entsorgt. Aber nicht nur Papier wandert in die Mülltonne, auch alte Hardware die keinen sinnvollen Zweck mehr erfüllt und nur in der Ecke vor sich hinstaubt wird entsorgt. Dieses Schicksal drohte auch einem Toshiba Satellite 110CS Notebook aus dem Jahr 1996. Ausgestattet mit einem Pentium 100 MHz Prozessor, 8MB RAM, 800MB Festplatte, Floppy und einem 800 x 600 Pixel Display (Chip&Technology 65548 Grafikkarte) war es für den Einsatz von Windows 95 gedacht und genau dieses Betriebsystem befand sich auch noch auf der Festplatte. Bis auf den Akku war das Notebook technisch noch einwandfrei, nur erfüllte es keinen praktischen Nutzen mehr.

Nach kurzer Überlegung stand für mich fest, dass an diesem Notebook der große Exorzismus angewandt werden musste: Windows 95 löschen und OS/2 Warp Connect installieren.

Da das Notebook keine Anschlussmöglichkeit für ein CD-ROM Laufwerk hat, bleibt eigentlich nur die Installation über Disketten. Dies wollte ich mir aber nicht zumuten. Erstens habe ich keinen entsprechende Diskettensatz und zweitens nicht die Zeit und die Lust mich noch einmal aus Disk-Jockey zu betätigen. Zum Glück lies sich die 2,5" Zoll IDE Festplatte bequem durch wenige Handgriffe aus dem Notebook entfernen und in ein externes USB-Festplattengehäuse einbauen. Damit ist es möglich, auf einem anderen (Windows) PC mit Hilfe von QEMU-Manager ein neues Betriebsystem auf der Notebook-HD zu installieren. Das einzige was man benötigt, ist ein USB-IDE-Gehäuse für 2,5" Festplatten, die OS/2 Warp Connect Installations-CD und QEMU-Manager in der neusten Version.

Unter QEMU-Manager erstellt man sich zuerst einen neuen virtuellen PC. Als Festplatte definiert man aber nicht eine virtuelles Festplatten-Image sondern wählt die USB-HD als physikalisches Gerät aus. Als Boot-Gerät wählt man die Disketten-Images von der OS/2 Warp CD aus. Mit diesen Einstellungen kann man OS/2 Warp Connect in wenigen Minuten auf der USB-HD installieren und booten. Die Netzwerk-Unterstützung habe ich nicht installiert, da der Installer unter QEMU bei mir hängenbleibt. Nach der Installation braucht man nun nur noch die Notebook-HD in das Notebook einbauen. Ich habe als Dateisystem für OS/2 FAT gewählt, weil mit 8MB RAM ein Betrieb mit HPFS zu viel Speicher benötigt und das System ausbremst und weil es mir hierdurch später möglich ist, die Festplatte erneut über das USB-HD-Gehäuse an einen anderen PC anzuschließen um Daten auf diese Platte zu übertragen.

[UPDATE] Eine OS/2 Warp Installation auf FAT Partition stellt sich für einige OS/2 Anwendungen als Problem da. Darum habe ich die Installation auf Basis einer HPFS Partition wiederholt. Auf der Festplatte befindet sich trotzdem noch eine kleine FAT16 Partition damit ich bei Bedarf Daten auf die Festplatte übertragen kann. Obwohl IBM mindestens 12MB RAM für den Einsatz von HPFS empfiehlt, läuft Warp 3 es auf meinem Notebook noch mit ausreichender Geschwindigkeit.

Anschließend wird nun das Fixpack 40 für Warp 3 installiert das man hier findet. Nach dem Download dieser Dateien erstellt man sich ein Verzeichnis mit dem Namen "OS2SERV". In dieses Verzeichnis werden die Datei kopiert. "csf143.zip" wird nun in dieses Verzeichnis entpackt. Anschließend erstellt man im Verzeichnis "OS2SERV" erneut eine Verzeichnis mit dem Namen "OS2SERV" in das man die restlichen Zip-Archive (ftpinstl.zip, xr_w40*.zip) kopiert. Diese werden dann in diesem Verzeichnis entpackt. (evtl. doppelte Dateien können überschieben werden). Das komplette Verzeichnis kann sich nun auf die OS/2 Festplatte kopieren und ausführen. (OS2SERV.EXE)

Nach dem Patch habe ich dann noch den SNAP-Grafiktreiber installiert, da ich keinen funktionierenden Treiber für die Chips&Technology Grafikkarte gefunden habe. SNAP-3.1.8 findet man, zusammen mit den freien Registrierungsschlüssel hier zum Download. Nach erfolgreicher Installation kann ich nun die volle Auflösung mit 800 x 600 Pixeln bei 256 Farben nutzen.

Wie programmiere ich ein tödliches Virus unter OS/2?

Bei Stöbern durch diverse Foren stolpert man doch manchmal über erstaunliches. So findet man unter comp.os.os2.programmer die folgende Hilfe-Anfrage eines Entwicklers:


Wie programmiere ich ein tödliches Virus unter OS/2?
Ich möchte ein Virus schreiben, das die Festplatte sprengt
und den Monitor schmelzen lässt und das den User ebenfalls
infiziert und tötet.

Wie mache ich das unter OS/2?
Datum: Tue, 10 Mar 2009 12:24:36 -0700 (PDT) Autor: Olga Schwabenfluge

Re: Wie programmiere ich ein tödliches Virus unter OS/2?
On 10 Mrz., 20:24, Olga Schwabenfluge  wrote:
> Ich möchte ein Virus schreiben, das die Festplatte sprengt
> und den Monitor schmelzen lässt und das den User ebenfalls
> infiziert und tötet.
>
> Wie mache ich das unter OS/2?

Da du im Februar und März bereits 600-700 derartige Postings
geschrieben hast, möchte ich dir mal den folgenden Link nahelegen:

http://web4health.info/de/answers/psy-time-for-psychotherapy.htm

Liebe Grüße,
Franz
Datum: Tue, 10 Mar 2009 14:11:28 -0700 (PDT) Autor: Franz Buchholz


Da kann man mal sehen, es gibt noch Leute die an echten Killer-Applikationen für OS/2 arbeiten. Ein Killer-Virus wäre eine echte Innovation für OS/2 denn so etwas gibt es bisher noch nicht. Die Redaktion wünscht gutes Gelingen und steht für den Betatest gerne zur Verfügung.

Montag, 14. September 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 4

Mit dem OS/2 Programm FDISK kann man, genau wie auch unter DOS, die Festplatte partitionieren. Hierunter versteht man die Unterteilung des Festplattenplatzes in mehrere virtuelle Teile. DOS wie auch DOS unterstützen bis zu 4 primäre Partitionen wobei alternativ eine erweiterte Partition mit bis zu 16 logischen Partitionen, durch eine primäre Partition ersetzt werden kann. Während DOS und Windows nur von einer primären Partition booten können, kann man OS/2 auch auf einer logischen Partition einer erweiterten Partition booten. Hierfür muss jedoch der OS/2 Bootmanager installiert werden. Will man OS/2 alleine auf einem PC installieren, ist es nicht erforderlich mehr als eine Partition anzulegen, es reicht eine primäre Partition. Eine Installation des OS/2 Bootmanagers ist in diesem Fall nicht erforderlich.

Mit dem OS/2 FDISK Programm muss nur dann eine Partition angelegt werden, wenn noch keine Partition auf der Festplatte vorhanden ist. Der OS/2 Installer sucht automatisch nach einer geeigneten Partition um auf ihr OS/2 Warp zu installieren. Nur wenn dieser keine geeignete Partition findet wird automatisch FDISK aufgerufen. Wird eine Partition gefunden, hat man bei der Benutzerdefinierten-Installation die Wahl ob man diese Partition als Installationspartition für OS/2 Warp akzeptiert oder doch eine neue Partition mit FDISK definiert. Die erzeugte Partition muss sowohl als bootfähige als auch als Installationspartition definiert werden.

Für alle diejenigen, die Versuchen, OS/2 Warp auf etwas modernerer Hardware zu installieren, seien hier auf die folgenden Festplatten-Einschränkungen hingewiesen:
  • OS/2 Warp muss innerhalb des ersten Gigabytes der Festplatte installiert werden.
  • Diese Partition muss innerhalb der ersten 1024 Zylinder der Festplatte liegen.
  • Die Festplatte bzw. der Festplatten-Controller muss vom BIOS des PCs direkt unterstützt werden.
Nach der Partitionierung der Festplatte steht bei der Benutzerdefinierten-Installation zur Wahl, ob man die Installationspartition mit einem FAT- oder HPFS-Dateisystem formatiert. Eine HPFS-Partition lohnt sich erst ab einem PC mit mehr als 12MB RAM. Nach der Formatierung der Festplatte wird die Installation des Basis-System von den ersten 6 Disketten bzw. CD-ROM durchgeführt und der Computer anschließend zum ersten mal von der Festplatte gebootet. Während diesen ersten Startvorgang aktiviert OS/2 den Hardware Sniffer um möglichst viele Informationen über den Computer zu sammeln und eine entsprechende Vorkonfiguration festzulegen. Mit diesen Informationen startet OS/2 dann den "Maintenance Desktop", eine speziell angepasste Version der späteren Workplace Shell.

Auf diesem Desktop wird nun das erweiterte Installationsprogramm gestartet. In der Systemkonfiguration werden nun die wichtigsten Hardware-Komponenten angezeigt, die der "Hardware-Sniffer" beim Systemstart automatisch ermittelt hat. Der Anwender hat nun die Möglichkeit diese Einstellungen abzuändern oder gegebenenfalls zu korrigieren. Die wichtigen Einstellungen sind die der Grafikkarte, der Maus und des CD-ROM Laufwerks. Ohne diese kann die Installation nicht fortgesetzt werden. Alle anderen Komponenten können auch noch zu einem späteren Zeitpunkt konfiguriert werden, wenn z.B. entsprechende Treiber auf das System geladen wurden.

In der nun folgenden Software-Konfiguration kann man auswählen welche Komponenten auf der Festplatte installiert werden sollen. Es ist hier ebenfalls nicht nötig alles zu installieren was möglich ist. Wenn man z.B. keine HPFS-Partition angelegt hat, kann man die HPFS- Unterstützung deselektieren um Platz auf der Festplatte zu sparen. Auch hier ist es später möglich Software-Komponenten nachzuinstallieren, wenn man erkennt, dass man diese benötigt. Nach der Bestätigung der Auswahl wird nun das OS/2 System auf ihrer Festplatte installiert. Wenn keine Fehler bei diesem Kopiervorgang auftreten, werden Sie im Anschluss aufgefordert den Rechner neu zu starten. Bei diesem Systemstart entfernt OS/2 noch vorhandene Temporäre Dateien und konfiguriert automatisch die Workplace-Shell. Darum kann dieser Startvorgang etwas länger dauern als die folgenden. Am Ende haben Sie ein vollständig Installiertes OS/2 Warp 3 System vor sich.

OS/2 Warp sollte man nicht wie DOS einfach durch ausschalten des Computers beenden, man sollte das System sauber herunterfahren. Dies kann durch das Klicken auf den Button "Systemabschluss", durch das gleichzeitige Drücken von CRTL-ALT-DEL geschehen. Erst wenn OS/2 Ihnen sagt, dass Sie den Computer ausschalten dürfen, sollten Sie dieses tun. Andernfalls kann es passieren, dass Sie Daten verlieren.

Mittwoch, 9. September 2009

Monitor - die Zeitschrift für den erfolgreichen Computereinsatz

Die älteren Ausgaben der österreicher Zeitschrift Monitor aus dem Verlag Monitor stehen Online zur Verfügung. Hier findet man auch auch Testberichte über OS/2 Warp 3 (1/95) und Warp gegen Windows 95 (4/95). Die Zeitschriften kann man als PDF-Datei herunterladen. In der Ausgabe 4/95 werden Warp 3 und Windows 95 miteinander verglichen und die Vor- und Nachteile beider System diskutiert. Einen klaren Sieger wird nicht gekührt. Jedoch wird aus dem Vergleich klar, dass OS/2 Warp 3 zwar technisch ausgereifter als Windows 95 ist, das Microsoft Produkt jedoch deutlich benutzerfreundlicher ist. Der Rest ist Geschichte.

Game of the Day - Asteroids

Ziel dieses Spiels ist das abschießen von Asteroiden. Dabei werden nacheinander große Asteroiden in kleinere zerschossen bis sich diese ganz auflösen. Der Level ist abgeschlossen, sobald alle Asteroiden abgeschossen sind. Gestört wird man bei der Mission durch sporadisch auftauchende UFOs die wild durch die Gegend schießen. Das eigene Raumschiff unterliegt der Massenträgheit und behält stetig seine Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit bei. Um abzubremsen muss man also das Schiff um 180° drehen und dosiert Gegenschub geben. Das Schiff hat ein Schutzschild und einen Hyperdrive das es bei Gefahr an eine zufällige aber sichere Position bringt. Die Umsetzung dieses Atari-Spiels als native OS/2 Anwendung ist gelungen. Es läuft ab OS/2 Warp 3 und ist auch bei geringer Rechenleistung des PCs noch flüssig spielbar. Das Spiel ist Open-Source und kann hier zusammen mit dem Source-Code heruntergeladen werden.

Dienstag, 8. September 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 4

Die Show beginnt! Ende der Theorie, nun wird OS/2 Warp endlich installiert. Für den Fall, dass man OS/2 zusammen mit DOS in die gleiche Partition installieren will, sollte man vorher den DOS Kommando-Interpreter aus dem Stammverzeichnis in das DOS-Verzeichnis kopieren. Damit verhindert man, dass OS/2 beim Ausführen des DOS-Emulators den Kommando-Interpreter der DOS-Installation verwendet, sondern den für OS/2 gültigen Interpreter aus dem Verzeichnis /OS2/MDOS verwendet. Damit die DOS-Installation den Kommando-Interpreter im DOS-Verzeichnis findet muss man in der DOS CONFIG.SYS Datei diese Zeile einfügen:

SHELL=C:/DOS/COMMAND.COM /P /E:512

Außerdem muss in der DOS AUTOEXEC.BAT Datei die folgende Änderung vorgenommen werden:

SET COMSPEC=C:/DOS/COMMAND.COM

Das diese Änderung nicht automatisch vom OS/2 Installer ausgeführt wird, kann auf die Nachlässigkeit der Entwickler zurückgeführt werden. Dies ist jedoch nicht der einzige Fehler, die der Installer aufweist. Wenn man OS/2 Warp "Native" auf einem PC installieren will, sollte man zunächst im BIOS-Setup des PCs den CPU-Cache, Shadow-RAM deaktivieren und die Taktfrequenz des Systems (wenn möglich) herunterschalten. Andernfalls kann es passieren, dass OS/2 Warp nach einigen Tagen bzw. Wochen nach der Installation instabil wird und zu abstürzen neigt. Dieses Negativ-Tuning kann nach der Installation des Betriebssystems wieder rückgängig gemacht werden. Weshalb dieses Tuning erforderlich ist kann selbst IBM nicht erklären.

Nachdem man nun all diese Vorgaben durchgeführt hat, kann man nun endlich mit der Installation beginnen. OS/2 wird nun mit der Installations-Diskette gebootet. Nach wenigen Sekunden sollte das IBM-Logo erscheinen, dass Sie auffordert, die Diskette 1 einzulegen. Abhängig davon ob man die Disketten-Installation, oder die CD-ROM Installation durchführen will, sollte man die entsprechende Diskette 1 einlegen und die Enter-Taste drücken. Nun erscheint eine Grafik mit dem OS/2-WARP Schriftzug. Leider verbirgt die Grafik einen wichtigen Teil der Installation, das Laden der Treiber für die Laufwerke (Festplatte, Diskette, CD-ROM usw.). Durch das Drücken der Tasten-Kombination ALT-F2 kann man sich jedoch in der untersten Zeile einblenden lassen, welcher Treiber aktuelle bearbeitet wird. Es ist nicht selten, dass OS/2 beim Laden der Treiber hängen bleibt, weil die Hardware-Komponenten des PCs evtl. einen Konflikt aufweisen, oder dass ein Treiber irrtümlich eine falsche Hardwarekomponente erkennt. Sollte die Installation bei Ihnen an dieser Stelle ebenfalls hängenbleiben hilft nur das Ändern der CONFIG.SYS Datei. Durch das Auskommentieren von nicht benötigten Treibern kann man das Problem von falsch erkannten Hardwarekomponenten beheben. Benötigt der PC spezielle Treiber um seine Massenspeicher anzusprechen, muss man den entsprechenden OS/2 Treiber (sofern vorhanden) auf die Diskette 1 kopieren.

Nach dem Laden der Treiber verschwindet die Grafik und der OS/2 Installer meldet sich zurück. Nun haben Sie die Auswahl ob sie eine Standard-Installation oder eine Benutzerdefinierte-Installation durchführen wollen. Wählen Sie die Standard-Installation aus, wird OS/2 wie folgt installiert:
  • Auf der ersten primären Partition der ersten Festplatte.
  • Die Partition wird nur dann formatiert, wenn sie nicht formatiert ist.
  • Falls DOS auf dieser Partition installiert ist, wird OS/2 für den Parallelbetrieb eingerichtet. Man kann dann beim Start des PCs auswählen, ob man DOS oder OS/2 verwenden will.
  • Es werden fast alle Features von OS/2 Installiert.
  • Ein schon installiertes Windows 3.1 wird erkannt und automatisch in OS/2 integriert.
  • Die Treiber für alle von Installer installieren Hardwarekomponenten wird installiert.
  • Die HPFS-Dateisystemunterstützung wird nur installiert, wenn der Installer schon eine Partition mit HPFS auf dem PC vorfindet.
Es ist empfehlenswert nicht die Standard-Installation auszuwählen. Über die Benutzerdefinierte Installation kann man viel individueller die System-Komponenten an sein System anpassen und nur die Software-Komponenten auswählen die man auch wirklich benötigt.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Uncyclopedia Artikel zu OS/2 .. mal was zu lachen ;)

Der Artikel in Uncyclopedia beschreibt OS/2 wie folgt:

Die OS/2 ist IBM's Super-Games-Konsole, ein akronym von Owns! Station 2 weil sie natürlich alle anderen Konsolen in die Tasche steckte, die einfach nur minderwertig im Vergleich zu ihr waren. Ursprünglich war für diese Konsole der Name PlayStation 2 geplant. IBM musste diesen aber ändern, nachdem herauskam das sich schon ein Kindergarten in Manchester, der zu einem Starbucks Kaffee umgebaut wurde, sich ebenfalls so nannte.

Vertrieb

Die OS/2 kam 2000 als direkte Konkurenz zur Sony's Spectrum ZX, der Sega Saturn, der XBible 360, und Charles Babbage's Calculating Machine auf den Markt. Es war kein Wunder, die OS/2 wurde sehr schnell die Gamers' Maschine der Wahl aufgrund der folgenden Features die nur die OS/2 bieten konnte:

  • 133µHz Prozessor.
  • 465.5 Farben.
  • Anthrax-freie Game-Kontroller.
  • Die bahnbrechende Fähigkeit triangons zu rendern.
  • Sie wog nur 100 Kilo.
  • Optionales OS/2 Warp! Time Machine Feature.
  • Durch die Lizensierung des AmigaOS Betriebsystems und dessen Technologie im Austausch dafür das Commodore eine Portierung von IBM's REXX Script Sprache bekam. IBM machte hierdurch eine Riesengeschäft.

Die OS/2 wurde allein über 200,000,000 mal in Botswana verkauft und fast 8,000,000,000 in der USA. Gott selbst kauft sich eine und es kam eine Werbung heraus mit der Message: "Ich weis was du im Badezimmer treibst, also kaufe dir diese Konsole oder du brennst auf ewig in der Hölle."

Spiele

Die OS/2 mit den Spielen Harry the Flatulent Platypus, Bill Gates Is A Bastard, und Triangons: A Technical Demo gebundelt wie die 3D Grafik der OS/2 eindrucksvoll demonstrierten.

Außerdem kamen die folgenden Top-Spiele heraus:

  • Leisure Suit Larry and the Department for Sex Crimes
  • Quadriplegia!: Crazy Race (a game tie-in of The Who's sequel to Quadrophenia)
  • Syntax Error
  • Bucket Fever
  • World Championship Tiddlywinks

Sonntag, 26. Juli 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 3

Bei der Installation von OS/2 kann es unter Umständen erforderlich sein die Datei CONFIG.SYS an das System anzupassen, auf dem man installieren will. In dieser Datei werden die einzelnen Treiber und Einstellungen geladen. Es ist möglich das sich bestimmte Treiber gegenseitig in die Quere kommen. Darum ist es bei Problemen ratsam die CONFIG.SYS Datei an das Installationssystem anzupassen. Dies kann man mit Hilfe des Editors Tiny-Editor (TEDIT) vornehmen der sich auf der Installationsdiskette 0 befindet.
Die CONFIG.SYS Datei von OS/2 ist in ihrem Umfang deutlich größer als die von MS-DOS. Von ihrer Funktion aber sind beide gleich, beide Laden die erforderlichen Treiber für das System und setzen Systemvariablen und Pfadangaben. OS/2 kennt die folgenden Arten von Treibern:

  • Dateisysteme (*.IFS)
    In OS/2 sind die Treiber für die Dateisysteme nicht in den Kernel implementiert wie bei DOS, sie sind als ladbare Treiber implementiert. Auf diese weise ist es möglich sie nach bedarf zu laden. Von Hause aus unterstützt OS/2 das FAT-, HPFS-, und CD-ROM- Dateisystem. Dateisysteme werden in der CONFIG.SYS mit dem Befehl IFS installiert. Um also z.B. Daten von CD-ROM lesen zu können, muß das CD-ROM File System mit der Zeile:

    IFS=/OS2/CDFS.IFS


    in Ihrer CONFIG.SYS installiert werden.

  • Basistreiber (*.ADD)
    Ein Basistreiber wird vor allen anderen Treibern geladen, da seine Aufgabe die Ansteuerung von Floppy-, Festplatten-, und CD-ROM-Laufwerken ist. Ohne diese Treiber ist eine Installation bzw. ein Betrieb von OS/2 nicht möglich. Die Basistreiber werden mit dem Befehl BASEDEV installiert.

  • Device-Manager (*.DMD)
    Die sogenannten Device-Manager setzen auf den Basistreibern auf. Sie stellen in der Regel ein Zugriffs-Interface für die von Ihnen verwalteten Datenträger zur Verfügung. Fehlt er und übernimmt kein anderer Treiber seine Aufgabe, ist kein Zugriff auf die betreffenden Laufwerke möglich. Device-Manager werden mit dem Befehl DEVICE, aber auch mit BASEDEV installiert. Das folgende Beispiel läd den Device-Manager für Festplatten und für CD-ROM Laufwerke:

    basedev=/OS2/BOOT/OS2DASD.DMD
    device=/OS2/BOOT/OS2CDROM.DMD

  • Device-Driver (*.SYS)
    Die meisten unter OS/2 verwendeten Treiber sind "gewöhnliche" Geräte-Treiber für z.B. Tastatur, Maus und Schnittstellen. Das laden dieser Treiber wird mit dem Befehl DEVICE durchgeführt wobei viele Treiber noch durch zusätzliche Parameter an die Hardware angepasst werden. Wird ein solcher Treiber nicht richtig geladen kann dies Funktions-einbußen zur Folge haben.

  • Virtuelle-Device-Driver (V*.SYS)
    Diese Treiber werden nur für die virtuelle DOS Umgebung geladen. Sie werden in jede virtuelle DOS Umgebung geladen, egal wie viele gleichzeitig geöffnet wurden, wenn man sie mit dem Befehl DEVICE in die CONFIG.SYS eingetragen werden. Einige Treiber müssen hier eingetragen werden, andere können aber auch über die WorkplaceShell gezielt in eine bestimmte DOS-Session geladen werden.
Neben dem laden von Treibern, können in der CONFIG.SYS auch Umgebungsvariablen gesetzt werden. So bestimmt die Variable PATH den Suchpfad nachdem die Shell nach der Eingabe von Kommandos nach den angegebenen Programmen bzw Dateien sucht. Mache Programme setzen voraus, das man bestimmte Umgebungsvariablen in der CONFIG.SYS gesetzt hat.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Warp 4 auf einem IBM Thinkpad 760ED

Für eine Hand voll Euro bin ich in den Besitz eines IBM ThinkpadED 760 gekommen. Dieses Notebook aus dem Jahr 1997 besitzt einen Pentium Prozessor mit 133 MHz, 80 MB RAM eine 3 GB Festplatte und ein CD-ROM Laufwerk. Diese Notebooks sind sehr stabil und robust und wurden sogar auf der ISS-Raumstation eingesetzt. [Beweisfoto] Da ich schon auf meinem Escom Notebook Warp 3 an laufen habe, dachte ich mir es wäre eine gute Idee, auf diesem Notebook Warp 4 zu installieren. Leider besitzt das Notebook kein Diskettenlaufwerk und das CDROM Laufwerk ist nicht bootfähig. Wie will man auf diesem Gerät ein Betriebsystem installieren? Man kann ein spezielles Diskettenlaufwerk extern anschließen oder das integrierte CDROM-Laufwerk gegen ein entsprechendes Diskettenlaufwerk ersetzen. Ich wollte nicht noch mehr in dieses Notebook investieren (da ich bis dahin noch nicht mal wusste, ob es überhaupt noch richtig funktioniert) und suchte darum nach einem anderen Weg den ich im folgenden beschreiben will.

Im Thinkpad ist eine Standard 2,5" IBM-IDE Festplatte verbaut. Da man sehr einfach, durch das hochklappen der Tastatur, an das Laufwerk herankommt, habe ich die Festplatte aus dem Notebook entfernt und in externes USB Gehäuse eingebaut. Damit ist es nun möglich über einen anderen PC auf diese Festplatte zuzugreifen. Als erstes musste ich feststellen, das die in dem Thinkpad verbaute 3 GB Festplatte defekt war. Da ich aber noch eine 1 GB Festplatte in Reserve hatte konnte ich diese schnell ersetzen. Eigentlich hatte ich vor die Festplatte gegen eine Compact-Flash-Karte zu ersetzen, wie ich es auch bei dem Escom-Notebook gemacht habe. Leider habe ich keine CF-Karte mehr, die mit dem IDE-CF-Karten-Adapter funktionieren wollen.

Das nächste Problem ist aber nun, wie man ein Betriebsystem auf einer über USB angeschlossenen Festplatte installiert. Mein PC BIOS kann zwar von USB-Festplatten booten, aber diese nicht als interne HD abbilden. Die folge ist, das außer Linux kein Betriebsystem-Installer die USB-Festplatte als installationsfähiges Medium erkennt. Die Lösung aus diesem Problem heißt QEmuManager. Unter Windows wird dieser Emulator installiert und statt einer virtuellen Festplatte die USB-Festplatte als Physikalisches Medium angegeben. Nun kann man im Emulator ein Betriebsystem von einem Betriebsystem Image (Floppy oder CD) booten und ein neues Betriebsystem auf der USB-Festplatte installieren.

Nachdem ich zum Test DOS auf der USB-Festplatte installiert hatte, musste ich feststellen, das ich dieses DOS nicht auf dem Thinkpad bootet. In der Emulation und direkt auf dem PC lief der Bootvorgang fehlerfrei. Der Fehler liegt am USB-IDE-Controller. Dieser spricht die 2,5" IDE-HD nicht mit den gleichen physikalischen Parametern an wie das Thinkpad. Dieses Problem kann man umgehen, wenn die IDE-HD schon formatiert ist. Dann übernimmt der USB-IDE-Controller die Cylinder-, Heads- und Sector-(CHS) Parameter aus dem Filesystem der IDE-HD. Doch wie soll ich die IDE-HD auf dem Thinkpad vorformatieren wenn ich auf diesem Gerät kein Betriebsystem booten kann? Hier Hilfe ein kleines Tool aus der Patsche. Es heißt Smart-Boot-Manager. Dies ist ein Boot-Manager der sich in den Master-Boot-Record der Festplatte installiert. Er ist so klein das er nicht mehr als einen Sektor belegt, und bietet das Feature von einer CD-ROM zu booten. Mit Hilfe von QEmuManager war der Boot-Manager schnell auf der IDE-HD installiert. Der anschließende Test auf dem Thinkpad brachte den erwachtetden Erfolg. Der Bootmanager wurde geladen und mit dessen Hilfe war es nun möglich auf dem Thinkpad von dem CD-ROM Laufwerk zu booten.

Der nächste Schritt ist nun, ein Betriebsystem zu booten und mit dessen Hilfe die Festplatte neu zu partitionieren. Natürlich kann nun auch direkt auf dem Thinkpad ein Betriebsystem installieren (Linux, Win98, WinNT usw). Ich wollte aber OS/2 Warp 4 installieren und dass bootet nicht von CD-ROM ohne Bootdisketten ist man hier weiterhin aufgeschmissen, wenn man nicht QEmuManager zur Hilfe nimmt. Ich habe auf der IDE-Festplatte auf dem Thinkpad mit Hilfe von FreeDOS eine primäre Partition angelegt und diese bootfähig formatiert. Nachdem ich mich davon überzeugt habe, dass das Thinkpad von der Festplatte bootet, habe ich die Festplatte wieder aus dem Notebook entfernt und in das externe USB-Gehäuse eingebaut. Wir dieses nun mit dem PC verbunden erkennt der USB-IDE-Controller die IDE-Festplatte und die Partition auf der Festplatte. Man kann nun wie gewohnt auf die Festplatte zugreifen. Mit QEmuManager habe ich nun OS/2 Warp 4 auf dieser Festplatte installiert. Der Ablauf ist der gleiche, wie wenn man OS/2 Warp 4 in ein virtuelles Laufwerk installiert. Ich habe den Installationsprozess jedoch bei der ersten Reboot-Anforderung abgebrochen und die Festplatte wieder in das Thinkpad eingebaut. Die zweite Installationsphase lief dann auf dem Thinkpad, das nun keine Schwierigkeiten hatte von der Festplatte zu booten und auch das IDE-CDROM-Laufwerk richtig erkannte.

Wenn man OS/2 in ein FAT Dateisystem installiert, ist es zu einem späteren Zeitpunkt möglich die IDE-Festplatte nochmal aus dem Thinkpad auszubauen und über das externe USB-Gehäuse an einen PC anzuschließen. Damit kann man leicht ein Backup des Betriebsystems vornehmen oder evtl. Änderungen an beschädigten Konfigurationsdateien vorzunehmen.

Auf diese Weise hat man OS/2 Warp 4 in weniger als einer Stunde auf einem Thinkpad 760ED installiert. Man benötigt aber einen PC mit mindestens Windows 2000 und USB und eine externes USB-Gehäuse für 2,5"-IDE-Festplatten. Als nächstes muss ich mir die einzelnen Treiber für das Thinkpad beschaffen. Die Grafikkarte, Soundkarte und die IrDA-Schnittstelle werden nicht von Warp 4 erkannt. Zu diesem Thema habe ich einen Artikel auf www.OS2BBS.com gefunden, der ausführlich beschreibt, welche Treiber es gibt und wie man sie für OS/2 Warp installiert. Leider kann ich die angegebenen Treiber nirgendwo mehr finden. Bei Hobbes findet man einen Treiber für die ESS 688 Soundkarte. Für die Grafikkarte Trident CYBER9320 bleibt die Hoffnung, dass vielleicht der DisplayDoctor-Treiber helfen kann. Vielleicht hat aber auch DrRatio noch alte Treiber CDs in seinen Archiv?

[UPDATE 21.Sep.2009] Alle Versuche eComStation 2.0 RC7 oder eine frühere Version von eCS auf diesen Notebook zu installieren sind gescheitert. Das Notebook bleibt schon beim laden des Bootmanagers von CD hängen. Vermutlich benötigt dieser mehr als 80MB RAM. Schade. Nun bleibt nur die Installation von OS/2 Warp 4.

[UPDATE 29.Sep.2009] Da ich nun mittlerweile 2 Notebooks schon mit OS/2 Warp 3 am laufen habe, und Warp 4 lieber in einer virtuellen Maschine nutze, habe ich auf dem Thinkpad Windows 98 SE installiert. Für dieses Betriebssystem habe ich alle Treiber bei Lenovo herunterladen können. Ich habe noch reichlich alte Windows-Software herumliegen die ich nicht mehr unter WindowsXP/7 ans laufen bekomme.

[UPDATE 14.Jan.2010] Mittlerweile ist mir noch eine weitere Festplatte in die Hände gefallen, die sich in dem Thinkpad betreiben läst (Das BIOS akzeptiert keine HD über 5 GB). Auf dieser habe ich OS/2 Warp 4 installiert und anschliessend Fixpack 15, Innotek Java 1.4.2 und den SNAP Display Treiber installiert. Diese Installation belegt knapp 300MB der 520MB Festplatte. Der Netzwerk funktioniert über eine 3COM Etherlink III PCMCIA Karte ohne Probleme.

[UPDATE 06.Mai.2010] Das Thinkpad 760ED hat eine sehr spezielle Soundkarte. Passende Treiber kann man aber zum Glück noch hier finden.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 2

Im folgenden beschreibt der Autor die wichtigsten System-Dateien von OS/2 und deren Funktion. Bei der Installation von OS/2 kann es unter Umständen vorkommen, dass man Änderungen an diesen Dateien vornehmen muss, damit OS/2 sich vernünftig installieren lässt.
  • CONFIG.SYS
    Diese ist die wichtigste aller Konfigurationsdateien. Ohne diese Datei kann OS/2 nicht starten. Sie wird nur einmal beim Start des Betriebssystems geladen und abgearbeitet. Neben Anweisungen für Treiberinstallationen enthält sie vor allem systemrelevante Setup-Daten wie Umgebungsvariablen und systemsteuernde Einstellungen, die nur während des Systemstarts vorgenommen werden können. Änderungen an dieser Datei werden deshalb erst beim nächsten Start des System berücksichtigt.

  • OS2.INI & OS2SYS.INI
    Diese beiden Dateien sind in einem binären Format angelegt und können nicht mit einem Editor bearbeitet werden. Über diese Dateien wird das Verhalten des Präsentation Managers und der Workplace Shell gesteuert. Sind diese Dateien defekt oder nicht vorhanden, kann die grafische Benutzeroberfläche nicht gestartet werden. Diese Dateien werden bei Start der GUI eingelesen und mit dem Ende des Systemabschlusses wieder freigegeben.

  • AUTOEXEC.BAT
    Diese Datei wird für DOS-Sitzungen benötigt. Wie auch unter DOS können in dieser Datei System-Variablen gesetzt werden oder Programme aufgerufen werden. Unter OS/2 ist es möglich für unterschiedliche DOS-Sitzungen jeweils eine eigene, spezielle angepasste AUTOEXEC.BAT Datei anzugeben. Es ist auch möglich eine DOS-Sitzung ganz ohne diese Datei zu starten, dann muss aber in Kauf genommen werden, dass bestimmte DOS-Funktionen nicht mehr wie erwartet funktionieren. (Tastaturtreiber, Pfadangaben, Mausunterstützung etc.)

  • STARTUP.CMD
    Diese Datei wird unmittelbar nach der Abarbeitung der CONFIG.SYS Datei abgearbeitet. In dieser Datei können bestimmte Programme automatisch zum Systemstart ausgeführt werden. Falls man mit der Workplace Shell arbeitet, kann man aber auch auf diese Datei ganz verzichten und dafür die Programme, die man zum Systemstart ausführen will in den Ordner Autostart legen.
Alle diese Konfigurationsdateien sollte man zur Sicherheit in einen Ordner oder auf eine Diskette sichern damit man bei Systemproblemen auf diese zurückgreifen kann. Die Dateien OS2.INI und OS2SYS.INI sollte man am besten zusammen mit allen Desktop-Ordnern sichern. Wie man diese Dateien am besten sichern kann, wird in einem anderen Kapitel noch einmal genau beschrieben.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Plan B oder wie die Community die Zukunkt von eCS sieht...

Kurz vor dem Release der heiß ersehnten, neuen Version von eComStation scheint es in der Community die ersten Frühwehen zur bevorstehenden Geburt von Version 2.0 zu geben.

Auf OS2.org stellte Sigurd Fastenrath seinen Plan B für das langfristige Überleben von eCS vor und hoffte auf positiven Feedback oder konstruktive Kritik. Für Sigurd fehlt es eCS heute und in Zukunft an ausreichender Treiberunterstützung für WLAN-, Grafikkarten- und Festplatten- Controller. Die darauffolgenden Kommentare kann man sich hier im Detail anschauen. Zusammenfassend kann man hierzu nur sagen, dass eComStation den Ansprüchen seiner Community auch Heute nicht mehr gerecht wird und dass sich an dieser Situation nichts mehr ändern wird. Dieses Problem kann man auf zwei Arten lösen:
  1. Man verbessert eCS soweit, dass es den Ansprüchen wieder gerecht wird.

    Dieser Ansatz wird zur Zeit von der Community verfolgt, eCS fällt aber im Vergleich zu anderen System immer weiter zurück. Der Versuch, die Lücken durch den Einsatz von Spenden und Eigeninitiative zu schließen fällt von Jahr zu Jahr schwerer. Immer mehr Entwickler kehren eCS den Rücken und wechseln auf andere (moderne) Systeme.

  2. Man verändert die Ansprüche soweit, dass man mit eCS weiter leben kann.

    Dieser Ansatz fällt der Community sehr schwer. Schließlich hat man ja den Anspruch mit eCS auf einer Augenhöhe mit den anderen Betriebssystem zu stehen. Der Community fehlt der Mut sich in Richtung anderer Betriebssystem zu orientieren. eCS soll weiterhin "Native" auf der Hardware laufen und keine Hilfe von anderen Betriebssystemen bedürfen. Zwanghaft wird versucht die notwendigsten Anwendungen die Firefox, Thunderbird oder OpenOffice unter eCS am laufen zuhalten, anstatt sie auf modernen Betriebssystemen zu nutzen auf denen Sie besser laufen.
Für mich als Außenstehender ist das Verhalten der Community nur schwer verständlich. Wenn ich einen Oldtimer fahre, beschwere ich mich doch auch nicht, dass ich keinen passenden Air-Back oder eine Servolenkung für mein 60 Jahre altes Modell mehr bekomme. Solange der Oldtimer fährt und man damit noch zurechtkommt sollte man ihn fahren. Wenn aber die Ansprüche wachsen, sollte man sich eine moderneres Fortbewegungsmittel zulegen und nicht versuchen, für viel Geld das alte Gefährt zu verunstalten. Wenn man ein wenig flexibel ist, kann man sich ja beide Gefährte nebeneinander halten und den Oldtimer für die wenigen Fahrten verwenden, bei denen er noch glänzen kann. Zumindest kann man ihn an Sonntagen bei gutem Wetter mal aus der Garage holen und eine Spazierfahrt mit ihm unternehmen...

...der alten Zeiten wegen.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 1

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Installation von Warp 3 und klärt, ob man eine evtl. schon installierte OS/2 Version mit dem Warp Paket aktualisieren kann. Der Leser wird außerdem in die wichtigen OS/2 Systemdateien eingeführt und ihm werden Schritt für Schritt die einzelnen Phasen der Installation erläutert. Zuerst möchte ich ein paar Abkürzungen erläutern die bei früheren OS/2 Versionen (1.0 - 2.0) verwendet wurden:
  • SE - Standard Edition
    Diese Version enthält die Standard Komponenten des Betriebsystems und ist für den Einsatz auf dem Desktop PC ausgerichtet. Ab der Version 2.0 enthält OS/2 zusätzlich eine Windows 3.1 Version. Ab der Version 2.1 gibt es dann eine SE-Variante mit Windows (Blue-Spine) und eine günstigere Variante ohne Windows (Red-Spine).

  • EE - Extended Edition
    Diese Variante von OS/2 wurde um Server Funktionen erweitert.

  • GA - General Availability
    Ab Version 3.0 Warp wurde die Release Version von OS/2 mit GA oder auch Golden Code bezeichnet. Dieses war jeweils die von IBM freigegebene Version die in den Verkauf gelangte.

  • OS/2 for Windows
    Diese Variante von OS/2 konnte über ein installiertes DOS mit Windows 3.1 in das vorhandene FAT-Filesystem installiert werden. Der Anwender hatte dadurch die Wahl, mit einen bisherige DOS und Windows weiterzuarbeiten, ober aber die gleiche Software auch unter OS/2 zu verwenden.

  • WinOS/2
    Diese Windows 3.1 Version ist bestandteil von OS/2 und wird als eigener Prozess gestartet. In dem Fall, dass eine Windows-Anwendung abstützt kann diese nur den WinOS/2 Prozess beeinträchtigen. Das darunterliegende OS/2 System mit seinen Anwendungen läuft ungehindert weiter.
Eine Aktualisierung auf Warp 3 ist nicht unter alle Umständen möglich. Abhängig von der installierten Vorgänger-Version kann nur mit einer bestimmten Warp 3 Variante eine Aktualisierung durchgeführt werden. In diesem Fall muss die alte OS/2 Installation gelöscht werden. Es ist möglich OS/2 auf eine FAT Partition neben Windows 3.1 zu installieren. Mit einigen Tricks ist es auch möglich ein Windows 3.1 auf eine OS/2 HPFS Partition zu installieren.
Ich gehe im folgenden davon aus, dass man eine OS/2 Version 3 mit WinOS/2 installiert und somit DOS und Windows automatisch mit Warp 3 mit installiert wird.

Bei den Installationsmedien hat man die Auswahl zwischen einer Disketten Version von Warp 3 oder einer Version mit 2 CD-ROMs (OS/2 Warp + Bonus-Pack) und 2 Boot-Disketten. Der Autor empfiehlt den Kauf der CD-ROM Version, selbst wenn man ein CD-ROM Laufwerk haben sollte, dass noch nicht von OS/2 unterstützt wird. Unter DOS besteht auch mit der CD-ROM Version die Möglichkeit, sich eine notwendigen Installations-Disketten selbst zu erstellen. Da IBM die Disketten in einem anderen Format verwendet, das mehr als 1.44 MB auf einer Diskette speichern kann, benötigt man unter DOS einen speziellen Treiber um diese Disketten bearbeiten zu können. Auf der OS/2 Warp 3 CD-ROM befindet sich im Verzeichnis \OS2 die folgenden Treiber die man in die CONFIG.SYS Datei der DOS-Installation eintragen muss:

BASEDEV=IBM2FLPY.ADD
BASEDEV=XDFLOPPY.FLT

Danach kann man mit dem Befehl makedsks die Installationsdisketten erstellen, bzw. mit dem Befehl xdfcopy a: a: sich Sicherheitskopien der Installationdisketten erstellen, wenn man eine Diskettenversion von OS/2 besitzt. In dem Fall, dass man noch einen Rechner mit einem 5,25" Floppy Laufwerk besitzt hilft leider alles nichts, man benötigt ein 3,5" Floppy Laufwerk als Laufwerk A: sonst kann man OS/2 nicht installieren.

Dienstag, 7. Juli 2009

Virtual Floppy Drive 2.1

Unter MacOS X ist es kein Problem, Disketten-Images, CD-Images oder Festplatten-Images zu mounten und lesend und schreibend auf diese zuzugreifen. Unter Windows gibt es für CDs das Demon-Tool mit dem man CD- und DVD-Images als virtuelles CD-ROM Laufwerk unter Windows mounten kann. Diesem Tool fehlt aber die Funktion, dass man auch schreibend auf diese Images zugreifen kann (was bei CDs und DVDs auch wenig sinnvoll wäre, da diese Write-Once Medien sind).

Unter Windows ist es ohne einen geeigneten Image-Mounter sehr schwer Daten mit einer OS/2 Emulation auszutauschen. Bisher habe ich mir damit geholfen, mit Nero ein CD-Image mit den Daten zu erzeugen, die ich in OS/2 integrieren will. Dieses Image-Datei kann man dann als Quelle dem Emulator angeben, der dann die Daten lesen kann. Ich habe noch keinen weg gefunden, mit dem ich Daten von OS/2 nach Windows übertragen kann. Der einfachste Weg wäre über die Virtuelle Netzwerkumgebung und einen FTP-Server. Leider habe ich das bisher nur unter MacOS X und QEMU ans laufen bekommen. Unter der Windows-Emulation QEmu Manager habe ich noch keinen passenden Netzwerkkarten-Treiber für OS/2 gefunden.

Nun bin ich auf meiner Suche auf das freie Tool Virtual Floppy Drive 2.1 gestoßen. Dieses installiert unter einem 32Bit Windows System einen Treiber für eine virtuelle Floppy. Dieses Image kann gemounted, geschrieben und gelesen werden. Hiermit ist es deutlich einfacher kleine Datenmengen zwischen Windows und OS/2 Emulator auszutauschen.

Mittwoch, 1. Juli 2009

eCS 2.0 Silver Release

Es gibt was Neues von eCS. In wenigen Tagen wird es eine Silver Release geben, die von den Features der GA (Generaly Available) entsprechen wird. Die letzten Bugs werden bis zum Erscheinen der GA entfernt werden, die im August dieses Jahres erscheinen soll.

[UPDATE 31.JULI] Das Test-Team testet gerade die RC 7 (Silver-Release) und wird sie, falls keine Fehler mehr gefunden werden, dem Software Subscription Services zum Download freigeben.

[UPDATE 12.AUG] Ein erster Screenshot findet sich hier.

[UPDATE 29.AUG] Auf eComStationNews.com wird verkündet, dass die Silver-Release nun zum allgemeinen Download zur Verfügung steht.

eComStation 2.0 Silver Release available

Saturday August 29, 2009 By: Joachim Benjamins

Serenity Systems International and Mensys BV are pleased to announce the
immediate availability of eComStation 2.0 Silver Release.

This product is available for download to all registered users of
Software Subscription Services for eComStation. For more information,
please visit: www.ecomstation.com/subscription/