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Mittwoch, 27. Januar 2010

eComStation 2.0 Silver Release installation - Teil 1

Seit Juli 2009 ist nun die Silver Release im Umlauf, die letzte offizielle Release vor der GA Version von eComStation 2.0. Bisher war es mir nicht möglich, diese Version zu testen, da auf meinen PCs, auf denen zumindest noch die RC 5 lief, die Silver Release nicht zum laufen zu bringen war. Zum Jahreswechsel ist mir dann aber ein altes Pentium 4 Mainboard in die Hände gefallen, auf dem die Silver Release zu laufen scheint. Über Weihnachten hatte ich ein wenig Zeit und habe aus ein paar alten Teilen einen kompletten Rechner zusammengeschraubt. Der eCS Silver Release Test PC besteht nun aus den folgenden Komponenten:
  • IBM eServer Tower Gehäuse
  • Siemens Pentium 4 Mainboard mit 3 GHz CPU (Sockel 478)
  • 256 MB DDR-RAM (400 MHz)
  • Onboard Grafikkarte
  • Onboard Sound-Karte
  • Onboard Ethernet
  • Onboard USB Controller
  • 1.44 MB 3,5" Floppy
  • Adaptec 2940 U PCI SCSI-Controller
  • SCSI CD-ROM Laufwerk
  • SCSI 6 GB Festplatte
Vor der Installation von eCS hatte ich OpenSuSE 11.2 testweise auf diesem Rechner installiert, um zu prüfen, ob die einzelnen Hardware-Komponenten korrekt funktionieren. Ebenfall habe ich eine RAM-Test mit memtest 3.0.1 durchgeführt. Alle Tests waren positiv.

eCS Installation Phase 1 (bis zum ersten Reboot)

Nach dem Einlegen der CD wird der Rechner neu gebootet. Im BIOS habe ich hierfür die Bootreihenfolge DISKETTE/CD/HD eingestellt. Nachdem der PC wenige Sekunden auf die RC 7 CD zugegriffen hat erscheint das Bootmenü. Mit den Cursor-Tasten bewegt man nun den schwarzen Balken auf die Auswahl Boot from eComStation CD-ROM. Das Bootmenü fragt nun, ob man den Bootvorgang mit den Grundeinstellungen fortsetzen will oder die Einstellungen selbst anpassen will. Ich hoffe, das eCS mit den Grundeinstellungen laufen wird und wähle den Menü-Punkt: Boot with default values.

Es werden nun die ersten 3 Disketten-Images von der CD geladen. Dies erinnert mich stark an die Installation von OS/2, bei der man ebenfalls 2-3 Disketten benötigt. Anschließend bietet der Installer an, die Installations-CD zu prüfen. Wenn man, wie ich, die Installations-CD selbst von einem ISO-Image erstellt hat und man die Installation nicht von dem Laufwerk aus durchführt, mit dem man die CD gebrannt hat, sollte man die CD zur Sicherheit überprüfen lassen. Ich habe zwei Anläufe benötigt um ein CD-ROM Laufwerk zu finden, der meine Installations-CD fehlerfrei lesen konnte. Treten nämlich in einer späteren Installations-Phase Leseprobleme auf, kann sich die Installation aufhängen. Vom Installer wird keine brauchbare Fehlermeldung ausgeben. Ich habe zuerst den Fehler bei der Hardware gesucht, anstatt zuerst das Installationsmedium zu prüfen.

Nun wird die graphische Benutzeroberfläche von eComStation gestartet. Im unteren Viertel des Bildschirm muß man das verwendete Tastaturlayout aussuchen, das man verwenden will. Dies ist in meinem Fall Deutsch, also German. Sobald man das Selektionsfeld mit der Maus ausgewählt hat, kann man durch das Drücken der Taste G direkt zu den German-Layout springen. Wenn man sich nicht sicher ist, dass man das richtige Layout ausgewählt hat, kann man dieses im darunter liegenden Eingabefeld testen. Funktioniert alles wie es soll, gelangt man mit einem Klick auf Next> zum nächsten Screen.

Nun folgt das eComStation 2.0 End User License Agreement. Wer lust hat, kann sich diese jetzt durchlesen oder es auch lassen und mit der Maus sein Kreuzchen auf dem Feld Agree machen. Ohne dieses Kreuzchen endet die Installion hier. Mit einem Klick auf Next> kommt man zum nächsten Screen.

Hier kann man auswählen, welche Art von Installation man durchführen möchte. Bei meinem ersten Installationsversuch habe ich hier Easy installation gewählt, weil ich unangenehmen Nachfragen des Installers aus dem Weg gehen wollte. Die richtige Auswahl ist aber Managment console. Warum das? Ganz einfach. Auf dem PC war vorher noch kein OS/2 installiert und es befindet sich darum auch noch keine HPFS oder JFS Partition auf der Festplatte. Diese Partition muss zunächst erstmal angelegt werden. Hätte ich Easy installation gewählt, wäre ich im nächsten Screen gelandet, in dem ich erstmal den Lizenz-Code hätte eingeben müssen. Erst dann wäre ich zum Festplatten-Verwaltungsprogramm gelangt, wo ich die Partition hätte anlegen müssen. Ein kleiner und unnötiger Umweg, der mich viel Zeit kostet, denn nach dem Anlegen der neuen Partition verlangt der Installer einen Reboot des PC (kein Witz). Ich empfehle darum in diesem Screen die Managment console auszuwählen und auf Next> zu klicken.

Die Managment console entpuppt sich als weiterer Screen. Durch einen Klick auf Disk>Manage Volumes>Graphics ruft man den Festplatten-Manager auf. Ich habe für meine eCS Installationsversuch eine eigene Festplatte exklusiv für eComStation vorgesehen. Sollten Sie versuchen, eCS zusammen mit Windows oder Linux auf einer Festplatte installieren, sollten Sie nun die Installation unterbrechen und sich genauestens informieren, wie man dies tut. Andernfalls laufen Sie Gefahr, ungewollt ihr Windows- oder Linux- System zu vernichten.

Bevor Sie weitermachen, legen Sie sich ein Backup ihres laufenden Systems an.

Auf meiner Festplatte befindet sich noch eine Linux System- und Swap- Partition. Diese lösche ich und lege eine neue Partition an, die die Gesamte größe der Festplatte einnimmt. Die Frage, ob die neue Partition eine primäre Partition werden soll, bestätige ich mit Ja. Ich installiere keinen Bootmanager, weil eCS das einzige Betriebssystem auf diesem PC sein wird. Vor dem Beenden des Programms werde ich gefragt, ob die veränderten Daten auf die Festplatte übernommen werden sollen. Dies bestätige ich mit ebenfalls mit Ja. Anschliessend muss der PC neu gebootet werden. Der PC bootet nun erneut von CD und man durchläuft erneut alle Schritte bis man wieder im Installations-Screen mit der Anwahl der Installations-Typs ankommt. Ich habe hier die Easy installation ausgewählt, und mit Next> bestätigt.

Nun sollte man den Registrierungskode griffbereit haben. Diesen muss man nun eingeben um die Installation fortführen zu können. Hatte man diesen per Mail erhalten, ist es möglich diesen auch über eine Diskette zu laden. Leider hat dies bei mir, trotz vorhandenem Floppy-Laufwerk, wegen Lesefehler der Diskette nicht funktioniert. Ein Versuch eines Import über einen Memory-Stick funktionierte ebenfalls nicht. Entweder wurde der Stick nicht erkannt, oder der USB-Port wird in dieser Phase der Installation noch nicht unterstützt, oder ich habe nicht das richtige Filesystem auf meinem Memory-Stick, oder meine Memory-Stick ist zu groß ... wie auch immer. Wer diesen Ärger aus dem Weg gehen will, sollte den Code einfach händisch eingeben. Und weil wir unsere Festplatte schon im letzten Schritt partitioniert haben brauchen sie es auch nur einmal tun ;)
Wenn man alles richtig eingetippt hat, wird der Next> Button freigegeben. Klick Sie auf diesen wenn Sie für den nächsten Screen breit sind.

Hier wählen sie die für eCS RC 7 erstellte Partition als Installationspartition aus. Da mein PC nur eine Festplatte hat, wird hier auch nur die eine Partition angezeigt. OS/2 wie auch eComStation kann man auch auf eine erweiterte Partition in ein logisches Laufwerk installieren. Um es von dieser jedoch starten zu können, benötigt man einen Bootmanager. Auf diesem Screen wählt man die Partition aus, in der man eCS installieren will und klickt auf Next>.

Bevor die Installation beginnen kann, muß die Festplatte noch formatiert werden. Zur Auswahl an Filesystemen stehen das von OS/2 her bekannte HPFS- und das neue JFS- Filesystem. Ich habe mich für das HPFS Filesystem entschieden, weil ich es schon kenne. JFS unterstützt größere Dateien und Festplatten. Mit meiner 6 GB Festplatte kommt aber auch HPFS ganz gut zurecht. Vor dem Formatieren der Festplatte kann man einstellen, ob man die Festplatte auf fehlerhafte Sektoren überprüfen will. Diese Option habe ich bei meiner Festplatte aktiviert und die Formatierung der 6 GB Festplatte dauerte bei mir etwa 40 Minuten. Wenn man eine neu Festplatte besitzt, und man sicher ist, dass sie fehlerfrei ist, kann man diese Option deaktivieren. Das formatieren der Festplatte dauert dann nur wenige Sekunden. Nach dem Formatieren geht es mit einem Klick auf Next> weiter zum nächsten Screen.

Der Installer will nun von uns wissen, in welchem Land, Sprache und Zeitzone sich der PC befindet, auf dem wir eComStation installieren wollen. Auch hier kann man nach der Auswahl des Auswahlmenüs mit der Maus, durch das Drücken der Taste G, das Land Germany und die Sprache German direkt anwählen, ohne lange in den Popup-Listen zu suchen. Mit einem Klick auf Next> gehen wir zum nächsten Screen.

Der Installer sucht nun selbstständig nach allen im PC enthaltenen Komponenten. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern und es kann unter Umständen dazu führen, das der PC hängen bleibt oder abstürtzt. Dies trat bei mir aber nicht auf. Nach wenigen Sekunden zeigt der PC bei mir die von ihm gefundenen Komponenten an. Man kann nun Manuell in die Hardware-Auswahl eingreifen und gegebenenfalls die Einstellungen verändern, wenn man der Meinung ist, dass der Installer bestimmte Komponenten des PCs nicht richtig oder garnicht erkannt hat. Mit einem Klick auf Next> kommt man zum nächsten Screen in dem man die Soundkarte des System einstellen kann. Auch hier zeigt der Installer an, welche Soundkarte er meint im PC erkannt zu haben. Bei mir war dies eine Soundkarte des Typs AC97. Mit einem erneuten Klick auf Next> kommt man zum nächsten Screen in dem man zum Abschluss noch die Netzwerkkarte und die von ihr verwendeten Protokolle einstellen kann. Auch hier nimmt der Installer wieder eine automatische Erkennung der Hardware vor und zeigt die Komponenten an, die er gefunden hat. Mit einem letzten Klick auf Next> startet man nun die erste Installations-Phase bei der die wichtigsten Daten auf der Festplatte installiert werden. Dieser Vorgang dauert einige Minuten und endet mit einem Reboot des PCs.

Fortsetzung folgt mit der Installations-Phase 2 im nächsten Teil.

Donnerstag, 14. Januar 2010

eComStation 2.0 GA mal wieder fast fertig ...

Es ist mal wieder Murmeltiertag. Auch im neuen Jahr ist die eComStation 2.0 GA mal wieder fast fertig. Ich bin es schon lange. Noch auf der Warpstock 2009 wurde ein wahrscheinlicher Veröffentlichungs-Termin noch vor Weihnachten vorausgesagt. Nun ist es Mitte Januar und es ist noch nichts am Horizont gesichtet worden. Im OSnews Artikel von Thom Holwerda schreibt dieser ganz treffend:

"I reviewed the first release candidate of eComStation 2.0 way back in June 2007 (!), so a final release would be kind of nice."

Wenn man den Kommentaren zu diesen Artikel entnehmen kann, wird die GA von vielen verzweifelt ersehnt erwartet. Andere sehen in der Silver Release schon ausreichend Potential für eine GA und sind schon mit dieser Version zufrieden. Zurecht fragen unbedarfte Mitleser dieses Artikels, wieso man überhaupt noch OS/2 bzw. eCS einsetzt und wo nun genau der große Vorteil der neuen Version 2.0 von eComStation besteht. Nach mehr als zwei Jahren der Entwicklung sollte allen eigentlich klar sein, dass eComStation 2.0 nicht alle Versprechen halten und nicht alle Ziele erreichen wird, die man damals verkündet hat. Mit jedem Tag der vergeht wird die Erwartungshaltung der wartenden Käufer größer und der Erfolgsdruck auf Mensys lähmender.

Vielleicht wäre es besser, wenn Mensys offen die Probleme mit seinen Kunden besprechen würde und endlich, ehrlich zugeben, dass die noch offenen Baustellen nicht in akzeptabler Zeit zu schließen sind. Dann könnte man konstruktiv Diskutieren, ob man nicht besser eine Version 2.0 ohne diese Features herausbringt und eine Version 2.0R nachschiebt, wenn die noch offenen Probleme zufriedenstellend gelöst sind.

Bis dahin bleibt uns leider nicht weiter zu tun, als ab und an mal wieder das Murmeltier zu fragen: wann wird sie kommen? Sicher ist wie immer mal wieder garnichts.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Ed Durrants eComStation Australia Podcast

Endlich gibt es einen Podcast mit dem Thema OS/2 und eComStation, leider nur auf Englisch. Seit dem 24 Juli 2009 bringt der Australier Ed Durrant in regelmäßigen Abständen einen Podcast auf eComStationAustralia heraus. Die Folgen sind mit etwa 10 Minuten dauer sehr kompakt. Bisher gibt es die folgenden Episoden mit diesem Inhalt:

  1. In der ersten Folge stellt sich Ed erstmal vor und beschreibt, welche Themen in diesem Podcast angesprochen werden. Dies ist unter anderem eComStation 2.0, Virtualisierung von und unter eComStation, die Installation von eCS auf einem Netbook und Drucken unter CUPS. Außerdem weißt er auf die Warpstock 2009 in Stralsund hin.

  2. Am 1. August 2009 erschien die Silver Release von eComStation 2.0. Der Bootloader bietet die Möglichkeit, das System mit ACPI Unterstützung zu booten. Es bietet aber auch die Möglichkeit es auf einer virtuellen Maschine zu installieren. Diese Version läuft nach Angaben von Ed sehr stabil. Die GA soll Ende August erscheinen. Firefox 3.5 kommt mit ogg-vorbis Video- und Audio- Unterstützung. Mensys und Serenity System haben Flash 10 noch nicht fertiggestellt.

  3. Ed hatte einen Dreher in der Folgen-Nummerierung. Folge 3 kommt vor Folge 2. Ed weißt auf die Warpstock in USA, Tschechien und Europa hin. Außerdem wird auf die neue Version von VMware ESXi hingewiesen.

  4. Ed berichtet über seine ersten Erfahrungen bei Test der eComStation 2.0 Silver Release (RC7). Ihm ist es auch gelungen eComStation in einer VMware Umgebung zu installieren. Des weiteren erklärt er die Begriffe von Cloud Computing und wie man eCS in diesem Umfeld einsetzen kann.

  5. Die eCS 2.0 GA wurde noch nicht freigegeben. Die Silver Release verhält sich nach den ersten Tests als stabil. Ed arbeitet an einer Presentation für die Warpstock Europe mit dem Thema "Virtualisierung von eCS" unter VMware. Des weiteren wird die Funktion von GenMAC erläutert, dass die Nutzung von Windows Netzwerktreiber unter eCS ermöglicht.

  6. Diese Episode ist sehr kurz. Ed weist erneut auf die Warpstock Europe hin. Außerdem weißt er auf HotspotVPN hin mit dem man über ein WiFi gesichert Daten übertragen kann. Dies funktioniert auch unter eCS.

  7. Ebenfalls sehr kurze Episode kurz vor dem Abflug zur Warpstock Europa. Mensys hat eine erste Demo von Flash 10 fertiggestellt, die auf der Warpstock gezeigt wird.

  8. Dies ist ein Interview mit Joachim Benjamins von Mensys von der Warpstock Europe 2009 in Stralsund. Hauptthema ist die eComStation 2.0 GA. Neuer Termin ist noch vor Weihnachten (zumindest für die englische GA). An Flash 10 wird noch gearbeitet und wird nicht Bestandteil der GA sein.

  9. Bericht über die Warpstock Europe 2009 in Stralsund. (Veranstaltungsort, User Groups, Hotel, Wetter usw.) Ed hat einige Vorträge auf Video aufgenommen.

  10. eCS 2.0 GA ist auch im neuen Jahr 2010 noch nicht verfügbar, soll aber kurz vor der Veröffentlichung stehen. Von Firefox, Thunderbird und SeaMonkey gibt es neue Versionen, diese bringen aber eCS mit einer TRAP 0008 zum Absturz. Die nächste Warpstock Europe 2010 soll in Trier stattfinden.

  11. eCS 2.0 GA ist noch immer nicht verfügbar. VMware unterstützt nun eComStation 1.2R in der VRX Version. Ed spricht außerdem über die Fortschritte bei der Entwicklung des GenMAC Treibers.

  12. Ed entschuldigt sich, dass er nicht regelmäßig genug dazu kommt, einen Podcast zu machen. Er beklagt sich dass er bisher noch nicht die richtigen Tools gefunden hat, um Podcasts und eCS aufzunehmen und zu bearbeiten.

  13. Mensys gibt bekannt, das eCS 2.0 GA nun zur Warpstock 2010 (14.-16. Mai) erscheinen wird. Außerdem ist eine neue Version von Firefox verfügbar.

  14. Ed Durrant hat weitere Videos auf seine Webseite hochgeladen. Diese sind im Ogg- Videoformat kodiert. Die Qualität ist aber nicht besonders gut.

  15. In 2. Wochen startet die Warp-Stock Europa in Trier. Die eComStation 2.0 GA soll bis dahin fertig sein. Ed wartet noch immer auf seinen Mini Netcom 3G WiFi Router der als Ethernet-to-WLAN Bridge dienen soll. Das Problem ist das eComStation immer noch Probleme mit passenden Treibern für aktuelle WLAN-Adapter hat. Firefox 3.7 Beta steht aktuell zur Verfügung.

  16. Auf der Warpstock Europa 2010 wurde eComStation 2.0 GA freigegeben. Momentan gibt es nur einen Download-Link. Bestellungen für einen "Media-Pack" ist möglich. Der Media-Pack enthält 3 DVDs; Install-, Bonus- und OpenOffice-DVD. Ed erklärt außerdem welche Lizenzen es für das neue eComStation gibt. Der WiFi Router ist bei Ed angekommen. Die Qualität dieses Gerätes ist aber für ihn nicht zufriedenstellend.

Freitag, 18. Dezember 2009

Ein Jahr OS/2 Today

Das Jahr geht nun langsam zu Ende. Für OS/2 Today war es das erste Jahr und ich kann versprechen, dass es noch mehrere werden. Auch für die eCS Community war dieses Jahr sehr erfolgreich. Erstens wegen dem 10 Jubiläum der Warpstock in Stralsund und zum zweiten durch das nahende Release von QT4 und eCS 2.0 GA. Diese Gemeinschaft hat erneut gezeigt, dass man ein totes Pferd doch reiten kann, wenn man nur heftig genug schiebt. Vielen Dank an dieser Stelle an alle die OS/2 und eCS trotz aller Schwierigkeiten immer noch unterstützen und einsetzen.
Das neue Jahr von OS/2 Today wird an der Stelle weitermachen, wo es im alten Jahr aufgehört hat. Der Book-Review wird weitergeführt und es wird einen Installations-Bericht über eCS 2.0 geben, da ich endlich im Besitz von Hardware bin, auf dem eCS 2.0 RC 7 läuft. Des Weiteren plane ich einen fortlaufenden Beitrag zum Thema Software-Entwicklung unter OS/2. Zum Schluss wünsche ich allen Lesern dieses Blogs ein ruhiges und entspanntes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Sonntag, 22. November 2009

Mensys über den Status von eComStation 2.0

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. So lautet die Präsentation die auf der Warpstock 2009 von Mensys gehalten wurde. Gründe für die Verzögerungen einer General-Available (GA) Version sind Probleme im ACPI-, Sound- und Panorama-Grafik-Treiber. Diese haben bis jetzt noch nicht die erforderliche Stabilität erreicht. Mensys hofft die GA noch vor Weihnachten fertigzustellen.

Gegenüber der Version 1.2 wird die neue Version die folgenden Verbesserungen enthalten:
  • Bootfähiges JFS (File System)
  • ACPI Suppot (erforderlich für Power- und IRQ- Managment moderner Chipsätze)
  • Suspent-Modus (für Notebook wichtig)
  • Disk-Resizer (um vorhandene Partitionen auf einer Festplatte zu verkleinern, damit man eComStation installieren kann)
  • Flash 10 (um Flash-Animationen im Browser anzuzeigen bzw. YouTube)
  • Samba- Server und Client (mit grafischer Benutzeroberfläche)
  • Multi-Prozessor Support (SMP)
Mit der Version 2.0 ist die Arbeit für Mensys aber noch nicht getan. Für die Zukunft (nach eCS 2.0 GA) wird auch weiterhin an einem besseren ACPI-Support gearbeit. Die nächste Version von eComStation sind folgende Features geplant:
  • Unterstützung für Festplatten größer 512 GB
  • USB 3.0 Treiber
  • Verbesserter ACPI Support
  • EFI Bootloader Support
  • GpfRexx (ein Visual Rexx basierend auf dem Code von VisproRexx)
Mensys kann auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2009 zurückblicken. Es scheint immer noch viele Firmen zu geben die DOS, Windows 3.1, OS/2 und eComStation im Einsatz haben (Geldautomaten) und Mensys ist weltweit die einige Firma die den nötigen Support bieten kann. Aber auch die starke Unterstützung der Kommunity hilft Mensys weiter das Produkt eComStation weiter zu verbessern.

Ich war selbst nicht auf der Warpstock 2009 vertreten. Diese Informationen habe ich aus dem Video-Betrag entnommen die Ed Durrant auf der Warpstock aufgenommen hat und letzte Woche online gestellt hat. Schriftliche Unterlagen zu den Vorträgen stehen leider bis jetzt noch nicht zur Verfügung.

[UPDATE 23.11] Fast alle Vortagsunterlagen stehen auf www.warpstock.eu zum Download zur Verfügung.

[UPDATE 31.12] Pünktlich zum Jahreswechsel kommt noch ein Entschuldigung vom Mensys Entwicklungs-Team. Die GA Version kommt frühestens Anfang 2010. Hier der ins deutsche übersetzte Text der von Mensys verfassten Mail (Quelle).

Entgegen unserer früheren Versprechen und trotz der Anstrengungen von Vielen sind wir nicht in der Lage, die GA Version von eComStation 2.0 noch im Jahr 2009 zu veröffentlichen.

Wie auch immer, wir haben in diesem Jahr einen gewaltigen Fortschritt zu verzeichnen, den man an der veröffentlichen Silver Release von eComStation 2.0 erkennen konnte.

Seiter der Version eComStation 1.2R sind über 900 Fehler beseitigt worden und es wurden eine Menge neuer Features hinzugefügt, daß wichtigst ist wohl der Support von neuer Hardware durch ACPI, der Support von Multi-Core-CPUs und der Panorama Grafikkarten-Treiber. Weitere neue Features sind das bootfähige JFS Dateisystem, ein überarbeitetes Boot-Menü und der Samba Netzwerk Support mit grafischem Benutzer-Interface um nur einige zu nennen.

Bitte seien Sie versichert, dass wir kurz vor der Veröffentlichung der GA Version von eComStation stehen. Unser Vorsatz für das neue Jahr ist es, allen denen, die bisher geduldig gewartet haben, diese Version so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen. Der Source-Code ist sehr weit fortgeschritten und wir arbeiten zur Zeit an der Dokumentation als auch an der Preisgestaltung für die Kauf- und Upgrade-Version für alle diejenigen, die nicht am Software Support Subscription Programm teilgenommen haben. Für alle, die eCS 2.0 auf mehreren PCs in ihrem Haushalt einsetzen möchten, wird es einen attraktiven Preis für eine entsprechende Multi-Lizenz geben.

Für alle die, die sich über den laufenden Entwicklungsprozess interessieren, weisen wir auf unseren Twitter feed http://twitter.com/eComStation/ hin, der Auskunft über alle Änderungen der eWiki, des CVS und des Bugtrackers gibt.

Wir danken Ihnen für ihre Geduld und wünschen Ihnen alles gute für das Jahr 2010!

Ihr eComStation Team bei Mensys BV und Serenity Systems International.


Dienstag, 3. November 2009

Kein Glück mit Virtual Box

Alle Versuche unter Virtual Box eine Version von Warp 3, Warp 4 oder eComStation zu installieren sind bisher gescheitert. Ohne die VT-X bzw. AMD-V Support der CPU hat man keine Chance es ans laufen zu bringen. Leider verfüge ich nicht über einen PC mit einer CPU die diesen Support bietet. Dies sind die folgenden Prozessoren:
Ich bin mit meinem Pentium 4 (HT) 3 GHz PC und meinem Mobile Celeron Notebook technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Rein von der Performance sehe ich aber noch keine Notwendigkeit eines Upgrades.

Montag, 28. September 2009

e-ball Awards 2009

Eugene Gorbunoff möchte Software-Entwickler dazu begeistern mehr Software für eComStation (eCS) zu entwickeln. Hierzu möchte er einen Wettbewerb starten der das beste Programm auszeichnet, dass 2009 neu entwickelt oder entscheidend verbessert wurde.

Es ist möglich für die folgenden Kategorien abzustimmen:
  • Beste eCS Anwendung
  • Beste WorkPlace Shell Anwendung
  • Bestes eCS Hilfsprogramm
  • Bestes eCS Widget
  • Bester eCS Treiber
  • Bestes eCS Entwicklungs-Werkzeug
  • Bestes eCS Spiel
  • Beste eCS Wissenschaftliche-Anwendung
  • Beste eCS Studenten-Arbeit
  • Bester technischer Artikel über die Software-Entwicklung unter eCS
Zur Abstimmung sollten Sie in diesem Web-Formular den Name des Programms, die Kategorie, die Web-Adresse oder Homepage auf der dieses Programm zu finden ist und eine kurze Erläuterung von Ihnen, warum dieses Programm ihrer Ansicht nach das Beste ist, eingetragen werden.

Meiner Meinung nach sollte sich die eCS-Community erstmal die Arbeit machen, neuen Entwicklern eine brauchbare Entwicklungsumgebung unter eCS zur Verfügung zu stellen. Außer auf EDM/2.com wird man auch nicht viel an Dokumentation über eCS finden. Bleibt also nur die Entwicklung unter einem veralteten Java ohne brauchbare Entwicklungsumgebung (IDE) oder die Portierung einer alten Java-Anwendung nach eCS. Mich persönlich interessieren neuen Anwendungen für eCS überhaupt nicht. Mich würde viel mehr interessieren was man mit den vorhandenen Anwendungen heute noch sinnvolles Anstellen kann.
[UPDATE 30.11] Die Gewinner der eBall-Awards 2009 stehen nun fest.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Plan B oder wie die Community die Zukunkt von eCS sieht...

Kurz vor dem Release der heiß ersehnten, neuen Version von eComStation scheint es in der Community die ersten Frühwehen zur bevorstehenden Geburt von Version 2.0 zu geben.

Auf OS2.org stellte Sigurd Fastenrath seinen Plan B für das langfristige Überleben von eCS vor und hoffte auf positiven Feedback oder konstruktive Kritik. Für Sigurd fehlt es eCS heute und in Zukunft an ausreichender Treiberunterstützung für WLAN-, Grafikkarten- und Festplatten- Controller. Die darauffolgenden Kommentare kann man sich hier im Detail anschauen. Zusammenfassend kann man hierzu nur sagen, dass eComStation den Ansprüchen seiner Community auch Heute nicht mehr gerecht wird und dass sich an dieser Situation nichts mehr ändern wird. Dieses Problem kann man auf zwei Arten lösen:
  1. Man verbessert eCS soweit, dass es den Ansprüchen wieder gerecht wird.

    Dieser Ansatz wird zur Zeit von der Community verfolgt, eCS fällt aber im Vergleich zu anderen System immer weiter zurück. Der Versuch, die Lücken durch den Einsatz von Spenden und Eigeninitiative zu schließen fällt von Jahr zu Jahr schwerer. Immer mehr Entwickler kehren eCS den Rücken und wechseln auf andere (moderne) Systeme.

  2. Man verändert die Ansprüche soweit, dass man mit eCS weiter leben kann.

    Dieser Ansatz fällt der Community sehr schwer. Schließlich hat man ja den Anspruch mit eCS auf einer Augenhöhe mit den anderen Betriebssystem zu stehen. Der Community fehlt der Mut sich in Richtung anderer Betriebssystem zu orientieren. eCS soll weiterhin "Native" auf der Hardware laufen und keine Hilfe von anderen Betriebssystemen bedürfen. Zwanghaft wird versucht die notwendigsten Anwendungen die Firefox, Thunderbird oder OpenOffice unter eCS am laufen zuhalten, anstatt sie auf modernen Betriebssystemen zu nutzen auf denen Sie besser laufen.
Für mich als Außenstehender ist das Verhalten der Community nur schwer verständlich. Wenn ich einen Oldtimer fahre, beschwere ich mich doch auch nicht, dass ich keinen passenden Air-Back oder eine Servolenkung für mein 60 Jahre altes Modell mehr bekomme. Solange der Oldtimer fährt und man damit noch zurechtkommt sollte man ihn fahren. Wenn aber die Ansprüche wachsen, sollte man sich eine moderneres Fortbewegungsmittel zulegen und nicht versuchen, für viel Geld das alte Gefährt zu verunstalten. Wenn man ein wenig flexibel ist, kann man sich ja beide Gefährte nebeneinander halten und den Oldtimer für die wenigen Fahrten verwenden, bei denen er noch glänzen kann. Zumindest kann man ihn an Sonntagen bei gutem Wetter mal aus der Garage holen und eine Spazierfahrt mit ihm unternehmen...

...der alten Zeiten wegen.

Mittwoch, 1. Juli 2009

eCS 2.0 Silver Release

Es gibt was Neues von eCS. In wenigen Tagen wird es eine Silver Release geben, die von den Features der GA (Generaly Available) entsprechen wird. Die letzten Bugs werden bis zum Erscheinen der GA entfernt werden, die im August dieses Jahres erscheinen soll.

[UPDATE 31.JULI] Das Test-Team testet gerade die RC 7 (Silver-Release) und wird sie, falls keine Fehler mehr gefunden werden, dem Software Subscription Services zum Download freigeben.

[UPDATE 12.AUG] Ein erster Screenshot findet sich hier.

[UPDATE 29.AUG] Auf eComStationNews.com wird verkündet, dass die Silver-Release nun zum allgemeinen Download zur Verfügung steht.

eComStation 2.0 Silver Release available

Saturday August 29, 2009 By: Joachim Benjamins

Serenity Systems International and Mensys BV are pleased to announce the
immediate availability of eComStation 2.0 Silver Release.

This product is available for download to all registered users of
Software Subscription Services for eComStation. For more information,
please visit: www.ecomstation.com/subscription/



Dienstag, 5. Mai 2009

Netlabs.org auf neuem Kurs

Die Entwicklung von Voyager wird in Zukunft eine neue Richtung einschlagen. Das frühere Ziel, die Workplace Shell von OS/2 auf einen modernen Kernel neu aufzusetzen wird nicht weiterverfolgt. Das neue Voyager soll sich mehr an aktuellen Web 2.0 und Mobil-Computing Konzepten orientieren und in diesem Feld Innovationen eröffnen.

"So this is what our project is about: Access information in its most perfect representation on any device. Our work will provide a small layer of software that can be run on your laptop, your mobile device and maybe also on your TV at home. This software will use a lot of technologies that were developed the past years by people around Tim Berners-Lee and the Semantic Web."

Für Adrian Gschwend hat die Entwicklung von eCS das Ende erreicht. Die aktuelle Entwicklung an eCS beinhalt keinen technologischen Fortschritt, sondern stellt nur die vorübergehende Existenz auf aktueller Hardware sicher.

"Some years ago, I already proposed that we should rather go into a direction where eCS would run on virtualized hardware and that we invest our energy and money into something new. Unfortunately this never happened and I see more and more of the big contributors at netlabs.org switching to other systems, including myself. As some of you might know, Daniela Engert also decided to stop development of her famous DANIS506 driver."

Die OS/2 und eCS Projekte werden weiterhin von netlabs.org unterstützt (aktuell Qt 4) und gehostet. Adrean wird weiterhin sein bestes tun alle existierenden und neuen Projekte zu unterstützen.

Montag, 27. April 2009

Qt 4 portierung nach eComStation

Trolltechs GUI Toolkit für die Programmierung grafischer Benutzeroberflächen soll nun auch nach eComStation portiert werden. Seit der Version 4.5 wird Qt auch unter der LGPL Lizenz veröffentlicht und es ist somit jedem möglich es für private als auch kommerzielle Anwendungen uneingeschränkt zu nutzen. Außerdem soll mit Qt 4 eine Portierung von aktuellen Anwendungen nach eCS möglich werden.
Dmitry A. Kuminov, der schon Qt 3 nach OS/2 portierte, soll nun auch die aktuelle Version von Qt portieren. Für die entstehenden Kosten und Aufwände sammelt Netlabs nun Geld. Bei Mensys wurde hierfür ein "Sonsoring Unit" zu 20 und 50 Euro eingerichtet. Das Geld wird zu 100% an Netlabs weitergereicht. Insgesamt werden 9000 Euro benötigt. Bis zum 7. Mai wurden etwa 3000€ gespendet. Das meiste Geld kam durch 50€ Sonsoring Units.

[UPDATE] Bei Netlabs wurde heute mit dem Projekt begonnen indem man schon mal das Source-Code Repository anlegt hat.

[UPDATE 29.Aug] Es steht nun die erste Beta Version von QT 4.5.1 Beta 1 zur Verfügung. Für die GA werden auch einige QT 4 Anwendungen nach OS/2 portiert. Die Entwickler empfehlen zum Ausprobieren den aktuellen Source-Stand vom SVN-Repository zu holen. Hier ein erster Screenshot.

Mittwoch, 1. April 2009

eComStation 2.0 GA ist endlich fertig ...

Es ist endlich soweit, pünktlich zum 1. April ist die neuste Version eCS 2.0 bei Mensys verfügbar. An neuen Features ist einiges hinzugefügt worden. Die Workplace Shell wurde entscheidend erweitert und verfügt nun, mit der grafischen Oberfläche Pyro, über ähnliche Funktionen wie die MacOS X Oberfläche Aqua und Microsofts Oberfläche Aero. Die Windows NT Unterstützung wurde ebenfalls stark erweitert, so dass nun fast alle Win32-Anwendungen unter eCS laufen. Sogar die meisten Windows-Viren funktionieren nun unter eCS. Der Hardware Abstraction Layer (HAL) von eCS wurde mit Hilfe des Reactos-Projekts soweit überarbeitet, dass nun WDM-Treiber direkt verwendet werden können. Die bisherigen Treiberprobleme gehören damit der Vergangenheit an. Die neue eCS Version 2.0 kann man in einer Basic-, Bussiness-, Developer-, Education-, Enterprise- und Ultimate- Version kaufen. Die Preisliste kann auf der Homepage von Mensys eingesehen werden. Eine 14-Tage Trail Version kann von der Homepage des TeamOS/2-Dachverbands heruntergeladen werden. Aufgrund der enormen Nachfrage ist der Server zur Zeit stark ausgelastet und es kann zu Verbindungsproblemen kommen.

Mittwoch, 4. März 2009

Zu hochgesteckte Erwartungen und frustrierte Community Mitglieder

Die OS/2 und eCS Gemeinschaft ist nun wahrlich nicht groß und es ist bemerkenswert dass sich die wenigen Anhänger trotz vielen Schwierigkeit und mangelnder Zeit angagieren und Versuchen die Situation um OS/2 durch Eigeninitiative zu verbessern.
Sigurd Fastenrath schrieb nun bei Commtalk und OS2.org das es ihm gelungen ist eCS auf seinem Lenovo SL300 Notebook zu installieren. Einige Hardware-Komponenten wie z.B. das WLAN und das DVD-ROM Laufwerk funktionierten nach der Installation noch nicht. Seine Meldung "Lenovo SL300 und eCS 2.0! Spitze!" bei OS2.org brachte ihm dann die folgende Resonanz: "Ein OS das kein WLAN zustande bringt, ist für den Notebook-Sektor mausetot."
Sigurd Fastenrath hat im letzten Jahr erfolgreich eCS auf dem eeePC installiert. Auch hier liefen nach der Erstinstallation noch nicht alle Komponenten. Mit Tüftelei und der Hilfe aus der OS/2 Gemeinschaft war es möglich fast alle Hardware-Komponenten des eeePCs ans laufen zu bekommen. Folglich kann ich das "Spitze!" in seiner Meldung völlig nachvollziehen. Auf der anderen Seite kann ich aber auch die Kritik an eCS verstehen. Carlos (wer auch immer er sein mag) steht auf dem Standpunkt, dass eCS Out-of-the-Box auf einem Notebook zu laufen hat, womit er recht hat, den man bezahlt ja etwas genau soviel dafür wie für Windows Vista. Die Erwartungshaltung an dieser Stelle ist aber viel zu hoch. Es ist, wie Sigurd es durch sein "Spitze!" ausgedrückt hat, ein echtes Wunder das sich eCS überhaupt auf aktueller Hardware installieren lässt. Ich finde es traurig, aber ich kann es nachvollziehen, das viele OS/2 Enthusiasten wegen solcher Missverständnisse frustriert das Weite suchen.

Sonntag, 1. Februar 2009

PMVNC - Der VNC Server von eCS 2.0 RC 5

Eines von vielen Utilitys von eComStation ist der VNC Server PMVNC. VNC steht für Virtual Network Computing und ermöglicht das Umlenken von Bildschirmausgaben auf einen anderen Computer. Leider hat der Server ein kleines Problem mit der Farbpalette. Ansonsten funktioniert der PMVNC sehr gut. Der Server läuft nach seiner Aktivierung im Hintergrund weiter. Kopiert man PMVNC in den Startup-Folder, wird er bei jedem Systemstart automatisch mit den letzten Einstellungen aktiviert.

eCS 2.0 RC 5 Installation auf echtem Eisen

Ein Freund hat mir das ISO Image von eCS 2.0 RC5 kopiert. Ich wollte einfach mal ausprobieren, ob dieses Version auch unter QEmu bootet, und das Image passte mit 677MB noch auf meinen Memorystick den ich dabei hatte. Zu Hause habe ich dann sofort das Image unter QEMU gebootet. Nach der Bootauswahl erscheint kurz das blaue eCS RC5 Boot-Logo und eCS stürzt ab...schade.
Da ich eCS aber trotzdem mal ausprobieren will, brenne ich das ISO-Image auf CDROM und Versuche eine Installation auf einem IBM Thinclient. Aber auch hier erfolgt der Abstutzt nach dem Boot-Logo. Im Keller hab ich dann in einer verstaubten Ecke noch ein Relikt aus meiner Studienzeit entdeckt. Ein Pentium MMX 200 MHz mit 64 MB RAM mit Matrox Millenium II Grafikkarte. Diesmal hab ich mehr Glück. eCS bootet bis zum ersten grafischen Installations- screens. Leider wird dieser nicht fehlerfrei angezeigt. Also erneut gebootet und diesmal in den eCS-Booteinstellungen die VGA-Grafik anstatt der SNAP-Grafik ausgewählt. Diesmal sind die Grafikausgaben vollständig.
Nun folgt die umständliche Eingabe des 105stelligen Registrierungscodes. Nachdem man endlich geschafft hat, diesen fehlerfrei einzugeben kommt man zur Auswahl der Installationsfestplatte. Spätestens hier stellt man nun fest, ob beim booten die Treiberauswahl für die Festplatte die richtige war. Falls nicht, wie bei mir, bleibt einem nicht anderes übrig, als auf den Reset-Knopf zu drücken und eCS erneut zu booten. Vielleicht erwischt man im Bootmenü diesmal den richtigen Treiber. Auf jeden Fall, darf man bei jedem Versuch den 105stelligen Code wieder eingeben.
Trotz der Auswahl "Easy"-Installation gelangt man nun in den Partitionsmanager wo man sich eine Partition für eCS erstellen muss. Dies ist schnell erledigt und man muss den Rechner nicht nochmal neu booten. Die erstellte Partition auf der Festplatte wird nun mit einem HPFS Filesystem formatiert. Sie ist 4 GB groß und die Formatierung dauert 1 Stunde (kein Witz). Zeit genug für eine oder zwei Tassen Kaffee.
Nach der Formatierung führt der Installer ein Hardwareerkennung durch. Die Netzwerkkarte wird erkannt und die Installation aller eCS Komponenten beginnt. Am Ende der ersten Installationsphase führt eCS einen Reboot durch. Nach der Installationsphase 2 ist eCS betriebsbereit installiert. Als erstes habe ich versucht mit Firefox ins Internet zu kommen. Die Netzwerkkarte hat über DHCP alle nötigen Netzwerkeinstellungen von Router bekommen und der Firefox-Browser wird standardmäßig mit eCS installiert.
Leider stelle ich fest, dass ein Pentium MMX 200 mit nur 64MB RAM mit eCS und Firefox überfordert ist. Das System swapt sich tot. Zum Glück habe ich noch ein paar PS/2 Simms herumliegen und der PC noch zwei freie RAM-Steckplätze. Schon läuft der PC mit 128MB RAM. Ein Swapen auf die Festplatte findet jetzt nicht mehr statt, Firefox ist aber immer noch unerträglich langsam.
Alles in allem kann lief die Installation ohne Fehler durch. eCS bringt ein Java 1.4.2, Firefox und Thunderbird und Makromedia Flash 5 Player direkt mit. YouTube Video im Browser läuft damit aber leider nicht. Warum eine Installation auf einem IBM Thinclient nicht funktioniert ist mir schleierhaft. Ich kann mich erinnern, dass ältere Versionen von eCS noch gut darauf gelaufen sind (siehe OS-Liste).
Nachdem ich 3 Stunden mit eCS herumgespielt habe komme ich zu folgendem Ergebnis:
  • eCS ist ein grafisch und farblich aufgepepptes OS/2 Warp 4 das schon die notwendigsten Zusatzprogramme wie Webbrowser, Mail-Client, Java 1.4.2, Fixpacks und Utilitys (VNC, FTP, WarpIN, Picture-Viewer usw.) mitbringt.
  • Die Netzwerk-Installation verlief bei mir Reibunglos. Die Hardware wurde automatisch erkannt und dank DHCP auch automatisch konfiguriert. Trotzdem bleibt eCS im Lokalen Netzwerk isoliert, da außer mit HTTP und FTP keine Kommunikation mit anderen Rechnern möglich ist, mit spezielle Kenntnissen in Netzwerk-Administration lässt sich hier aber noch das eine oder andere Tricksen. An Samba für OS/2 wird zur Zeit gearbeitet, es ist aber noch kein Bestandteil von eCS.
  • Für jede System-Komponente gibt es ein eigenes Setup, für die Software-Komponenten, für die Hardware, für Multimedia, für das Netzwerk usw. und alle werden völlig unterschiedlich von einanderer bedient. Hier merkt man eCS bzw. OS/2 deutlich an wie es über die Generationen gewachsen und gealtert ist. An den alten Konzepten werden die Entwickler von eCS aber nichts mehr ändern können. Das ganze wirkt grob zusammengeschustert und altbacken. Der OS/2 Kenner ist diesen Umstand aber aus langjähriger Erfahrung gewohnt, nur Neu-Einsteiger werden sich wundern und vielleicht wieder aussteigen bevor sie einsteigen.
  • eCS 2.0 RC5 ist keine Alternative zu Windows XP, Linux oder MacOS X. Es ist ein Lösung für alle die, die noch Fest an OS/2 gebunden sind (bzw. noch nicht loslassen wollen) und zur Zeit noch keine Möglichkeit zur Migration auf ein anderes Betriebssystem gefunden haben.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Retrobits und Techview Podcast über OS/2 und eCS

Der Autor dieses Retrobit Podcasts beschreibt wie er in den Besitz von einer Version von OS/2 Warp 3 Connect gekommen ist. Da er keine geeignete Hardware gefunden hat, auf dem er OS/2 installieren konnte, hat er Virtual PC von Microsoft heruntergeladen und OS/2 im Emulator installiert. OS/2 soll sehr gut von Virtual PC unterstützt werden. Es ist ihm gelungen, erweiterte Grafikauflösungen, Sound und auch das Netzwerk im Emulator ans laufen zu bekommen. Aber auch Virtual PC scheint Probleme mit einigen OS/2 Anwendungen zu haben. Auch bei ihm stürzt der Webbrowser an manchen Stellen ab.

Der deutsche Techview Podcast beschäftigt sich mit dem Nachfolger von OS/2, der eComStation(eCS). Es wird kurz auf die Historie von eCS eingegangen und dann die Unterschiede von OS/2 zu eCS beschrieben, eine bessere Installation, verbesserte Treiber (SNAP, WLAN), eWorkspace, virtuelle Desktops, JFS, FAT32, ViaVoice Spracherkennung, eStyler und aktuelle Freeware (Firefox, Thunderbird).

Der Overclocked Podcast beschäftigt sich mit dem tot von OS/2. Für den Autor des Podcasts kam der Tot überraschend, den er ging davon aus der OS/2 schon längst tot war. Es beschreibt warum IBM so jämmerlich beim Vertrieb versagt hat. Ein historischer Rückblick...

Alle Beiträge sind nicht mehr ganz neu, aber es trotzdem schön zu sehen, dass sich noch andere mit OS/2 und seinem Ableger auseinandersetzen. We are not alone...

Mittwoch, 14. Januar 2009

Podcast zu eComStation 2.0

Auf der Homepage von pofacs (Folge #37 und #2) liegt unlängst ein Podcast mit dem Thema "eComStation 2.0". Thorolf Godawa stellt das Betriebsystem eComStation (eCS) kurz vor und erläutert kurz die Vorzüge (und auch Schwächen) von OS/2 und eCS. Als unbedarfter Hörer kommt man nach diesem Betrag zu dem Schluss, dass man von eCS besser die Finger lässt. Es kostet viel Geld (200€), es gibt nur Anwendungen, die man bei anderen (kostenlosen) Betriebssystemen auch bzw. aktueller bekommt und es gibt in naher Zukunft keine Hardware mehr auf dem am es zum Laufen bekommt, weil der Kernel nicht weiterentwickelt werden kann. eCS 2.0 ist also eher etwas für den eingefleischten OS/2 Zeloten, der (noch) nicht von seinen geliebten Betriebssystem loslassen will.