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Donnerstag, 12. März 2009

GenGradd Treiber unter Q zeigt mehr als 16 Farben

GRADD steht für GRaphics-Adapter-Device-Driver und wurde als objekt orientierter Treiber konzeptioniert um die Beschleunigungs- Funktionen von modernen Grafikchipsätzen unter OS/2 zu unterstützen. Die Funktionen unterstützen allerdings nur die 2D- Beschleunigungs-Funktionalität, nicht aber die 3D-Funktionen. Es gibt eine Reihe von GRADD-Treibern die spezielle an die Grafikchipsätze bestimmter herstellen angepasst sind. (z.B. S3, ATI, MATROX usw.). Der GENGRADD Treiber unterstützt alle sonstigen Grafikchipsätze die zumindest VESA- Kompatiblität bieten.
VESA ist eine Erweiterung des normalen VGA Standards und ermöglicht eine höhere Auflösung als die Standard-VGA Auflösung und mehr Farben. Da es sich um einen generischen Treiber handelt werden keine 2D-Beschleunigungsfunktionen unterstützt.
Den GENGRADD Treiber für OS/2 kann man auf der OS/2 Site downloaden. Es wird ein OS/2 Warp 3 FP 35 oder ein OS/2 Warp 4 mit FP 5 vorausgesetzt. Da ich mit dem Scitech Display Doktor bzw. SNAP bisher keinen Erfolg hatte, bin ich gespannt wie sich dieser Treiber schlägt. Nachdem ich die Datei gradd083.exe von der OS/2 Site heruntergeladen und nach der Installations- Anleitung in gradd083.txt installiert habe erscheint OS/2 Warp 4 mit 256 Farben nach dem Reboot. Eine höhere Auflösung wie 640 x 480 lässt sich leider nicht einstellen. Aber auch kleine Fortschritte führen zum Ziel.
Vielen Dank an dieser Stelle an Thomas der mir den Tipp gegeben hat.

Qemu Manager unter Windows XP

Bisher habe ich alle Versuche mit dem Emulator Q unter MacOS X durchgeführt. Für Windows gibt es auch ein grafisches User-Interface das einen ähnlichen Komfort bietet wie Q. QEmu Manager 5.0 bringt den Emulator QEmu in der Version 0.9.1 und 0.9.0 direkt mit. Der Installer installiert beide Emulatoren den Manager und optional auch den Beschleuniger kqemu. Dieser funktioniert nur auf einer x86 kompatiblen CPU Plattform und erlaubt es QEmu Instruktionen direkt auf der Host-CPU auszuführen, was deutlich schneller ist als die komplette Emulation der CPU. Diese Option habe ich nicht installiert, da es für mich keinen Sinn mach mich an eine bestimmte Hardwareplattform zu binden. OS/2 verlangt zu dem keine schnelle CPU und die CPU-Emulation ist ausreichend schnell genug. Die Installation erfordert keine Administratorrechte sondern läuft mit den User-Rechten. Der Installer legt standardmäßig einen Ordner unter /Programme/QEmuManager an, in dem die Emulatoren, der Manager und die virtuellen PCs gespeichert werden. Nach der Installation kann den QEmuManager sofort starten und einen virtueller PC anlegen, es ist kein Reboot erforderlich. Die Vorgehensweise unterscheidet sich nur wenig von der in Q. Interessant ist, dass man nicht die Netzwerkkarte auswählen kann, die emuliert werden soll. Wenn ich wieder etwas Zeit finde werde ich einmal OS/2 Warp 3 Connect frisch installieren und die Kompatibilität zu Q testen. Es ist nicht auszuschließen, dass man die Images der Virtuellen-PC von Q eins-zu-eins unter QEmuManager verwenden kann.

Montag, 2. März 2009

Quartalsbericht: 3 Monate OS/2 Today

Ich habe mich nun 3 Monate etwas intensiver mit OS/2 beschäftigt. Es hat mich überrascht, wie wenig ich über dieses Betriebssystem bisher gewusst habe. Irgend ist es in den letzten 15 Jahren ab und zu mal auf meinem Radar aufgetaucht und wieder verschwunden, ohne dass man sich genauer damit beschäftigt hätte. Heute hat es allenfalls noch einen historischen Wert sich mit ihm zu beschäftigen. Kurz zusammengefasst kann ich über OS/2 bis jetzt dass folgende schreiben:
  • OS/2 hatte seine Sternstunde 1992-1994 mit dem Erscheinen von OS/2 2.1, 2.11 und Warp 3. Zu dieser Zeit war es das einzige 32 Bit Betriebssystem (für Intel-PCs) auf dem Markt und hatte einen 3 Jahre Vorsprung vor Windows 95 und NT. Dem Unvermögen von IBM und der Software-Industrie dieses Produkt richtig zu vermarkten, ist es zu verdanken, dass es sich nicht gegen Microsoft durchsetzen konnte. Nach dem Scheitern von OS/2 auf der PowerPC Plattform zog sich IBM aus dem Konsumermarkt zurück und konzentrierte sich wieder auf den Business-Markt als Nische für OS/2. Echte Weiterentwicklungen fanden ab hier nicht mehr statt. Ab der Version Warp 4.52 zog sich IBM auch aus dem Business Markt zurück. eComStation, dass auf der Version 4.52 aufbaut und bis heute von Mensys weiterentwickelt wird, versucht mit heutige modernen Betriebssystemen mitzuhalten, ohne aber Zugriff auf den Source-Code von OS/2 zu haben.
  • OS/2 kann sich den Retro-Hype zu nutze machen, um wieder etwas Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Einen beachtlichen Anteil alter Programm laufen unter OS/2 besser als unter DOS oder Windows 3.11. Leider ist diese Nische nur sehr klein und zu dem rechtlich eine Grau-Zone. Egal welche alten, ehemals kommerziellen Programme man sich aus dem Internet herunter lädt, bei allen befindet man sich am Rande der Illegalität. Zur Zeit gibt es aber keine andere Möglichkeit alte Software für die Nachwelt zu erhalten. OS/2 läuft ausgesprochen gut in einem Emulator. Eine Zeit-Kapsel für OS/2 zu erstellen wäre sinnlos. Es müssen weitere 50 Jahre vergehen, bis sich jemand frei und legal ohne Lizenz mit dieser Software beschäftigen darf. Zum Vergleich: Konrad Zuse baute 1941 die Z3, den ersten kommerziellen Computer auf Relais-Basis ... vor 68 Jahren. Erst in 7 Jahren werden somit die Programme für die Z3 Public-Domain.
  • Was für Software gilt, gilt natürlich auch für Bücher. Die Dokumentation zu OS/2 ist im Internet nur spärlich gesät. Selbst das Angebot an Literatur bei eBay ist nicht gerade üppig. Literatur hat noch einen längeren Copyrightschutz als Software. Erst 90 Jahre nach dem tot des Autors wird diese der Öffentlichkeit frei zugänglich. Wer liest in 90 Jahren noch ein Buch über OS/2 ? Wer liest heute noch die Betriebsanleitung über eine Dampflok von 1919 ? Man darf Bücher nicht ohne Copyrightverletzung vervielfältigen, man darf aber aus ihnen zitieren, sie umscheiben, sie mit anderen vergleichen und sie zusammenfassen. Ich habe mit den Buch Reviews begonnen und werden in dieser Richtung auch weiter machen, den niemand wird sich mit OS/2 beschäftigen, wenn es keine Literatur zu diesem Thema gibt.
  • Die OS/2 Community setzt ihre Bemühungen hauptsächlich auf die Weiterentwicklung von eCS. Trotz allen Bemühungen ist eCS schon lange keine Alternative mehr für Windows, Linux oder MacOS X. Über kurz oder lang laufen diese Entwicklungen zudem in eine Hardware-Sackgasse. Der Grund und das Ziel für diese Entwicklung ist mir zudem immer noch schleierhaft. Für mich sieht es so aus, als wollte man eCS als Basis für Unternehmens-Anwendungen aufstellen. Ich bin gespannt ob die Anwendungen Firefox, Tunderbird und OpenOffice allein dafür ausreichend sind. Zudem muss man bei eCS für das Betriebssystem und das OpenOffice etwas bezahlen, was man bei Linux kostenlos und aktueller bekommt.
In den nächsten Monaten werde ich mich weiter in OS/2 einlesen und weiter Versuche mit QEMU und Q anstellen. Den Fokus lege ich hierbei auf das echte OS/2, die Versionen 2.1 bis Warp 3.
Spätere Versionen von OS/2 sind für mich weniger interessant, da sie das ursprüngliche Design des Systems und der GUI zu stark verfremden. Warp 4 bis eCS 2.0 fügen OS/2 besseren Treiber-Support für Netzwerk, Grafik, USB, Bugfixes, Java usw. hinzu und erweitern die GUI um Elemente, die man als Windows User gewohnt ist. Diese Versionen sind für diejenigen interessant, die OS/2 noch immer als Ersatz für ein modernes Betriebssystem, nativ, auf echter Hardware einsetzen wollen.

Dienstag, 20. Januar 2009

Firefox & Thunderbird

Nachdem ich das Netzwerk in Q / QEmu ans laufen gebracht habe fehlte bisher nur noch ein anständiger Webbrowser. Auf einer Team Trier CD habe ich Firefox 1.5 und Thunderbird 1.5 gefunden. Nachdem man die LibC.05 von Innotek installiert hat, laufen beide Programm unter OS/2 Warp 4 FP 12. Leider ist das OS/2 in der Emulationsumgebung noch etwas instabil. Firefox stützt bei machen Webinhalten einfach ab. An SNAP und Display-Doctor Versionen habe ich nun fast alles ausprobiert was das Internet zu bieten hat. Keines läuft unter Q / QEmu. Bis auf weiteres bleibt es also bei einer Auflösung von 640x480 mit 16 Farben.

Samstag, 17. Januar 2009

OS/2 Warp 4 läuft mit Netzwerk

Nach viel Herumspielerei mit allen möglichen Treibern war die Lösung am Ende ganz einfach. Q / QEMU emuliert 3 Netzwerkkarten, eine NE2000-, eine Realtek 8139- und eine AMD PCNet- Ethernetkarte. Die AMD PCNet Karte wird von OS/2 mit dem Standard Netzwerktreiber beim booten erkannt. Wenn man DHCP unter OS/2 aktiviert hat, bekommt von eine IP-Adresse und hat Zugriff aufs Internet. Leider funktioniert der Web-Explorer nicht richtig in der Emulationsumgebung. Beim Aufruf einer Webseite bleibt dieser mit 100% CPU-Last hängen. Ein FTP-Transfer funktioniert aber einwandfrei.
Ich habe bisher noch keinen Display-Treiber gefunden der die Cirruslogic GD5446 Grafikkarte unterstutzt. Der Scitech Display Doctor bleibt bei der Installation hängen. Netscape 4.61 lässt sich ebenfalls nicht richtig installieren. Der Fixpack 15 lässt sich installieren, bei nächsten Reboot bleibt OS/2 aber mit einem Blue-Screen hängen. Es wird nicht langweilig ...

Freitag, 16. Januar 2009

Zwischenbericht - 1 Monat OS/2 Today

Es ist jetzt etwa einen Monat her, seit dieser Blog existiert und in dem ich mich mit dem Betriebsystem OS/2 und seiner Nutzergemeinschaft auseinandergesetzt habe. Nach diesem Monat möchte ich mal zusammenfassen was bisher geschehen ist:
  • OS/2 2.1, Warp 3 und Warp 4 laufen mehr oder weniger gut unter QEMU d.h. man wird auch in der Zukunft in der Lage sein, diese Software zu benutzen.(und es wird nie wieder Treiberprobleme mit neuer Hardware geben)
  • Alle Versionen von OS/2 wurden frei aus dem Internet geladen und zählen als AbandonWare d.h. man bewegt sich rechtlich in einer Grau-Zone ob der Besitz und die Nutzung dieser Software als Raubkopie zu werten ist oder nicht. Offiziell gehört die Software IBM, es entsteht aber kein Schaden, da IBM diese Software weder verkauft noch supportet.
  • OS/2 ist die ideale Plattform für diejenigen die alte DOS, Windows 3.1 und OS/2 Programm nutzen wollen. OS/2 ist ein besseres DOS als DOS und eine besseres Windows 3.1 als Windows 3.1.
  • Die OS/2 Gemeinschaft ist auf dem Holzweg. Es wird versucht, OS/2 als Alternative zu Linux und Windows aufzustellen. Angetrieben durch Serenity Systems und Mensys wird an eComStation, Treibern und Patches gearbeitet und neue kommerziellen Anwendungen herbeibeschworen. OS/2 ist tot. Es gibt bessere und neuere Alternativen auf denen man neue Anwendungen entwickeln kann. Das Primärziel der OS/2 Gemeinschaft sollte sein, dass bestehende zu konservieren, und der Nachwelt zur Verfügung zu stellen und nicht durch eCS Leichenschinderei zu betreiben.
Wie geht es weiter?
Auf meiner Agenda für den nächsten Monat stehen folgende Punkte:
  • Die Netzwerk-Funktionalität von OS/2 2.1, WARP 3 und WARP 4 unter Q / QEMU aus laufen bekommen.
  • Einen Treiber für die CirrusLogic Grafikkarte finden, die eine höhere Auflösung als 640x480 Pixel erlaubt.
  • Freie DOS-, Windows 3.1- und OS/2- Software suchen, installieren, ausprobieren und darüber berichten. Das langfristige Ziel sollte es sein, ein Festplatten-Image mit fertig vorinstalliertem und konfiguriertem OS/2 und Anwendungen zu erstellen. Es soll möglich sein, dass man einfach jemanden interessierten OS/2 in die Hand geben kann. Nur so kann OS/2 am Leben erhalten werden, einfach die bestehende Software nutzen und Spaß dabei haben statt neue zu schreiben.

Donnerstag, 15. Januar 2009

OS/2 Warp 3 Connect läuft unter Q

OS/2 Warp 3 Connect kann man bei VentusWare.com herunterladen. Dabei handelt es sich um 17 RAR Dateien. Nach dem Entpacken der Datei erhält man einen Verzeichnisbaum in dem die DSK-Images für die Installation liegen.
Unter Q wird ein neuer PC mit 500MB HD und Soundblaster 16 angelegt. Als Bootgerät wird die Floppy ausgewählt und als Floppy-Image Disk0.DSK.
Die Installation von OS/2 verläuft ohne erkennbare Schwierigkeiten und ist bis auf wenige Kleinigkeiten gleich zur Installation von Warp 4. Nach der Installation hatte ich ein funktionierendes OS/2 Warp 3 mit Sound. Die Netzwerk-Komponenten habe ich erst einmal nicht mitinstalliert.
Nach Warp 4 und 2.1 ist dies nun die dritte OS/2 Version die ich unter Q/QEMU ans laufen bekommen habe. Der nächste Schritt ist nun die unter Warp 3 und Warp 4 vorhandenen Netzwerk-Funktion ans laufen zu bekommen.

OS/2 2.1 läuft unter Q

OS/2 2.1 kann man wie schon erwähnt unter VentusWare.com heruntergeladen werden. Diese Seite bietet zahllose Programm an, die offiziell von ihrem Hersteller nicht mehr vertrieben werden. Das IBM OS/2 2.1 nicht mehr verkauft und auch keinen Support mehr leistet kann man es getrost herunter laden, ohne dass man sich schlaflose Nächte machen müsste, dass IBM einen dafür verklagt.
Nach dem Download der Datei OS2-21.zip wird diese entpackt. Es entsteht ein Verzeichnis in dem Duzende Diskimages liegen. Mit diesen Images kann Q aber noch nichts anfangen. Die IMZ Dateien müssen jede für sich mit ZIP entpackt werden. Aus der IMZ Datei entsteht dann eine IMG Datei. Bevor wir diese mit Q benutzen können müssen die Dateinamenendungen von z.B. DISK1.IMG in DISK1.DSK geändert werden. Hat man dies für alle Datei durchgeführt, wir Q gestartet und ein neuer PC erstellt. Als Festplatte habe ich eine 500MB Partition gewählt. Als Boot-Disk-Image stellt man OS21-INSTALLATION-DISK.DSK ein und als Startlaufwerk wählt man die Floppy.
Nach dem man den PC gestartet hat wird man sofort aufgefordert die erste Diskette einzulegen. Anschließend wird auf der Festplatte eine Partition erstellt. Ich habe die automatisch Erstellung der Partition gewählt. Danach will OS/2 neu booten. Nach dem Reboot wird gefragt ob man die Festplatte als FAT oder HPFS formatieren will. Ich habe mich für HPFS entschieden. Die Formatierung der 500MB Partition hat bei mir fast 3 Minuten gedauert, also nicht die Geduld verlieren.
Anschließend werden die Disketten 1-5 auf die Festplatte kopiert. Am Schluss fordert dann der Installer auf, die Diskette aus dem Laufwerk zu entfernen, damit das System konfiguriert werden kann. Das entfernen der Diskette wird vom Installer aber nicht erkannt. An dieser Stelle habe ich einfach den PC resetet, da ich vermute, dass nach dem entfernen der Diskette der PC sowieso einen Reset durchgeführt und dann von Festplatte gebootet hätte.
Nach dem Reset bootet der PC von der Festplatte OS/2 und setzt die Installation mit der Diskette 6 fort. Nach dem man bis Diskette 17 installiert hat werden dann noch die Drucker- und Display-Diskette angefordert. Nach diesem Schritt ist die Installation abgeschlossen. Es erscheint ein Tutorial und im Hintergrund wird der Presentation Manager aufgebaut. Das System ist vollständig installiert und betriebsbereit. Für das CD-ROM Laufwerk (IDE) habe ich während der Installations-Abfrage genau so wenig einen passenden Treiber gefunden wie für eine Soundkarte. Hier muss also noch nachinstalliert werden.
FAZIT: Die Installation lief ohne die geringsten Schwierigkeiten durch. Es gab keine Hänger des Systems und OS/2 2.1 mach auf mich einen sehr sauberen Eindruck. Auf den ersten Blick gefällt mir der Installer und der Presentation Manager von OS/2 2.1 besser als der von OS/2 Warp 4.

Quelle für Q/QEMU Treiber für OS/2

Auf dieser Webseite gibt es die passenden Treiber um die Netzwerkkarte RTL8019 die in Q/QEMU emuliert wird zu betreiben. Auf für die CirrusLogic Grafikkarte gibt es hier einen Treiber. Vielleicht ist es damit möglich, mehr als 640x480 Pixel unter OS/2 darzustellen. Der Sytec-Display-Doctor lässt sich bei mir leider nicht installieren.

Montag, 12. Januar 2009

Warp 4 ist vorerst das einige OS/2 das unter QEMU läuft

Über die Weihnachtsfeiertage hatte ich ausreichend Zeit mich mit OS/2 unter QEMU/Q zu befassen. Die Ergebnisse sind ernüchternd. OS/2 Warp 4 scheint die einzige OS/2 Version zu sein die man unter QEMU zum laufen bekommt. Ich habe OS/2 2.1, OS/2 Warp 3 und OS/2 Warp 4.5 Server ausprobiert. Die Installationen bleiben schon an der zweiten Installations-Diskette hängen. Leider ist es mir auch nicht gelungen irgend ein Fixpack unter OS/2 Warp 4 zu installieren. Nach der Installation des Fixpacks bleibt OS/2 beim reboot immer mit einem Blue-Screen mit Uhr hängen.
Um mich aus der verfahrenen Situation zu befreien, habe ich OS/2 Warp 4.5 Server auf einem IBM ThinClient installiert. Anschließend habe ich von der Festplatte ein Image erstellt und dieses versucht mit QEMU zu booten. Der Bootvorgang stürzt kurz vor dem Starten des Presentation-Managers mit einer TRAP 0E ab. Das booten mit ALT-F1 mit der Option Kommando-Console führt zum gleichen Fehler.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Mögliche Ursachen und Lösungen für einen Bluescreen ...

OS2DOCs.org schreibt:
Note: if you remove "FOLDERS", the system will not load the desktop, and at boot will "hang" with a blank blue screen and a moveable mouse pointer. If you get this, put "FOLDERS" back in the AUTOSTART line.

Arnold-Onc.ca schreibt:
Hold F2 down on bootup if you have problems with 'the dread blue screen' (I had it often before regular use of checkini and learning to turn off WC before shutdown.)

ru2.halfos.ru schreibt:
APAR= JR09461
OS/2 WARP V4 (WARPV4) BOOT STOPS INTERMITTENTLY. BOOT STOPS AT THE PM BLUE SCREEN WITH CLOCK DUE TO RESOURCES DEADLOCK.

www.computing.net schreibt:
My OS/2 system hangs with a blank blue screen more than 1/2 the time on bootup. I have the black & white clock in the middle and that's all. Nothing responds. The OFF button for the motherboard at the front of the computer will not work, when this happens? I have to turn OFF at the powerstrip. I've tried changing the run statement in the CONFIG.SYS file (delete the WarpCenter startup, etc.). That does not work. My workaround is to boot up from floppies and copy my most recent backup of the OS2 INI files to C:\OS2 directory. That works almost all the time. I use Gamma Tech Sentry to make those backups. To me the problem seems to be some sort of corruption of the OS2.INI file during sessions as a result of the OS updating these files. I am using Warp 4 with fixpack 14.

os2ports.com schreibt:
Hang during WPS startup - blue screen, clock pointer

Warp 4 boots cleanly to the point where PM starts up and a blue background is displayed. The system then waits indefinitely. The "clock" pointer remains visible, and responds to mouse movement. If MMPM/2 is installed, the System Startup sound may or may not be heard. This particular problem has been referred to as the Blue Screen of Death.

Note: a similar symptom will occur if you accidentally remove the FOLDERS keyword from the AUTOSTART setting in CONFIG.SYS.

While this problem does not occur on most Warp 4 systems, it is extremely noticeable when it does appear. Because of this, and because it is extremely frustrating to deal with, it is perhaps the most frequently reported problem with Warp 4. Based on the reports I've seen it looks like a case of improper serialization of some resource. An example would be (say) the WPS and WarpCenter (which runs as part of the WPS) each executing code between DosError() Disable/Enable calls with no interlock. Both would assume that their last setting would be the one in effect, and both might be correct.. most of the time.

Whatever the true cause, this problem appears to be highly timing-dependent. This means that apparently minor changes to seemingly unrelated areas of the system can trigger this problem... or cause it to vanish. Users have reported fixing or reducing occurrences of this problem through a variety of means, all of which alter the timing of portions of system startup rather than (IMHO) actually addressing the root cause.

Possible workarounds: If you should encounter this problem, try one or more of the following until a definitive fix (or workaround) is available:

More serious efforts might include:

Note that none of the above are guaranteed to make the problem disappear permanently.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Fixpack 15 Installation bleibt beim Reboot hängen...

Eine Fixpack zu installieren ist alles andere als einfach. Die Fixpack Archive die man bei Hobbes findet lassen sich nicht ohne weiteres installieren. Es gibt da die verschiedensten Varianten, aber keine die wirklich Funktioniert. Tools wie SERVICE oder FSERVICE sind nicht in der Lage, die Fixpack-Daten zu finden, geschweige denn zu installieren. Ohne spezielle OS/2 Kenntnisse kommt man hier nicht weiter. Nach mehreren gescheiterten Versuchen habe ich dann doch eine Quelle für einen funktionierenden Service Pack 15 Patch gefunden. Dieser Installationsweg funktioniert. Den Fixpack kann man sich direkt bei IBM herunterladen. Leider bleibt das Betriebssystem beim Reboot nach der Installation in der GUI hängen. Immerhin bin ich einen kleinen Schritt weiter gekommen. Mit diesem Problem scheinen auch andere gekämpft zu haben. Leider finde ich keine Details die dieses Problem lösen. Vermutlich versucht OS/2 eine Anwendung zu starten, und findet diese nach dem Patch nicht mehr. Man kann in der Status-Anzeige von Q(QEMU) erkennen, dann periodisch versucht wird von der Festplatte zu lesen bzw. zu schreiben. Nach mehreren Minuten erlischt auch diese Aktion und es bleibt nur noch die Uhr die man mit der Maus noch bewegen kann. Nach einem CTRL-ALT-ENTF poppt kurz ein Fenster auf, dass das System herunterfährt. Darauf hin erfolgt der Reboot der aber wieder in den gleichen Fehler läuft. (An dieser Stelle hab ich mich dann nicht mehr gewundert, dass OS/2 ausgestorben ist... totaler Schrott)

[UPDATE] Dieser Fehler scheint allgemein bekannt zu sein als "Blue Screen of Death". Ich dachte sowas gibts nur bei MS-Windows. Dieser Fehler sollte mit dem FixPack 1 korrigiert sein. Da ich gerade den FixPack 15 installierte habe, wundere ich mich darum gar nicht, dass der Fehler wieder da ist :^)

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Fixpack 15 lässt sich nicht installieren...

Das OS/2 Fixpack 15 lässt sich einfach nicht in QEMU installieren. Fehler SYS1573. Das gleiche passiert auch bei dem Versuch Netscape 4.6 zu installieren und beim Versuch Windows 3.11 Anwendungen unter OS/2 Warp 4 zu starten, frieren diese ein. Da meine Kenntnisse über OS/2 noch sehr bescheiden sind, werde ich mal das Tutorial durcharbeiten, das bei von OS/2 Warp dabei war. Vielleicht kommt mir ja noch die große Erleuchtung. Von der Handhabung her ist OS/2 genau so schwer und umständlich zu bedienen wie seinerzeit Windows 95/98.
Wenn es denn gar nicht anders geht, versuche ich OS/2 unter VirtualPC oder VitualBox zu installieren, zu Patchen und anschließend das Image unter QEMU zu booten.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Weitere Installationsanleitung von OS/2 Warp 4 in QEMU

Diese Installationsanleitung beschreibt im Detail, wie man OS/2 Warp 4 in QEMU installiert. Die Installation des Netzwerks macht noch Probleme. Die Installation der FixPacks und des Display Doktors scheint aber problemlos zu funktionieren.

[UPDATE] Eine weitere Installationsanleitung findet sich bei qemu-buch.de. Danke an Robert für den TIP.

Samstag, 6. Dezember 2008

Installation von OS/2 Warp 4 unter Mac OS X mit Q Teil 5

Im fünften Schritt der Installation bootet OS/2 zum ersten mal von der virtuellen Festplatte. Nach wenigen Sekunden erscheint die grafische Benutzeroberfläche von OS/2. In einem Fenster wird nun die Landessprache und das Tastaturlayout eingestellt. Als Soundkarte wählt man hier die Soundblaster 16 aus. In den nun folgenden Menüpunkte können nach eigenen Wünschen Komponenten von OS/2 für die Installation ausgewählt werden. Ich habe hier die Default-Einstellungen übernommen und keine Veränderungen vorgenommen. Die ausgewählten System-Komponenten werden anschließend installiert. Nach dieser Installation wird man erneut aufgefordert das Installation-Medium aus dem Laufwerk zu nehmen und der PC neu zu starten. Nach dem Neustart befindet man sich auf der grafischen Benutzeroberfläche von OS/2. Die Installation ist abgeschlossen.

Installation von OS/2 Warp 4 unter Mac OS X mit Q Teil 4

Im vierten Schritt wählen wir die Easy-Mode Installation aus. Ein Menü erscheint, indem der Installer darauf hinweist, dass er eine für die Installation geeignete Festplatte gefunden hat. Dies ist die von uns im voraus partitionierte und formatierte 500 MB Festplatte. Wir bestätigen als diese Festplatte als Installationsplatte und werden in nächsten Menü aufgefordert zu entscheiden, ob wir die Festplatte formatieren wollen. Wir bestätigen dies und wählen im darauf folgenden Menü das HPFS Format aus. Die Festplatte wird nun formatiert und die Installation der Betriebsystem-Datei beginnt. Nach der Installation dieser Komponenten wird man aufgefordert die Diskette aus dem Laufwerk zu nehmen und Enter einzugeben. Die Unmounten das Floppy-Image und drücken Enter. Der Vituelle PC startet nun neu und gibt uns auch direkt eine Fehlermeldung aus, dass er nicht in der Lage ist, von der Diskette zu booten. Wir schalten den virtuellen PC aus und stellen in der PC Konfiguration als Boot-Device die Festplatte ein. Danach starten wir den virtuellen PC erneut und beobachten, wie dieser OS/2 Warp 4 von der Festplatte bootet.

Installation von OS/2 Warp 4 unter Mac OS X mit Q Teil 3

Im dritten Schritt wird nun von der ODIN-1440 Disketten gebootet. Auf der Virtuellen 500 MB Festplatte wird eine primäre Partition angelegt (fdisk) und diese nach einem erneuten Reboot formatiert (format c:).
Nun wird der virtuelle PC ausgeschaltet und in der Konfiguration als Disketten-Bootimage DISK0.DSK von der OS/2 Warp CD ausgewählt. Der virtuelle PC wird erneut gestartet. Nach wenigen Sekunden erscheint die OS/2 Installation Meldung, dass man Diskette 1 einlegen soll. Dies tun man, indem man aus das Disketten Symbol in der Menüleistet klickt und dort als neues Disketten Image DISK1-CD.DSK auswählt. Nach drücken von Return wird die Installation fortgesetzt bis man aufgefordert wird, die Diskette 2 einzulegen. Nun wählen wir im Menü das Image DISK2.DSK aus und setzen die Installation fort. Nach wenigen Sekunden erscheint dann ein Mitteilung des Installers mit der Begrüßung und dem Hinweis welche Komponente in OS/2 enthalten sind. Durch Drücken von Enter gelangt man in eine Auswahl ob man OS/2 im Easy-Mode oder Advanced-Mode installieren möchte. Ich habe hier den Easy-Mode gewählt.

Installation von OS/2 Warp 4 unter Mac OS X mit Q Teil 2

Im zweiten Schritt wird nun in Q ein neuer PC erstellt. Durch klicken auf das Plus-Zeichen gelangt man in ein Menü in dem man den PC zuerst einmal einen passenden Namen geben muss. Ich habe meinen einfach OS2 genannt. Als Betriebssystem-Typ habe ich "Q-Standard-Guest" beibehalten. Im nun folgenden Konfigurationsmenü habe ich die General-Einstellungen beibehalten und bin ins Hardware-Menü gewechselt.
Die Plattform ist "x86 PC" und "1 CPU". Beim RAM habe ich die Voreinstellung mit 128 MB RAM beibehalten. Als Grafikkarte habe ich die "Cirrus Logic GD5446 VGA" gewählt und beim Sound die Soundblaster 16. Bei USB und Network wähle ich zunächst nichts aus.
Als Floppy-Image wähle ich nun das ODIN-1440 Image aus. Da OS/2 bei Festplatten die größer sind als 500MB Probleme haben soll, wähle ich ein Cussom-Image aus das ich auf 500MB festlege. Beim CD-Image wähle ich das Image der OS/2 Warp 4 CD. Als Boot-Medium stelle ich die Floppy ein.
In den Menü-Punkten Network und Advanced stelle ich nichts ein. Klickt man nun auf Create PC wird das Festplatten-Image erstellt und ein Fenster erscheint in dem man sieht, wie der Virtuelle PC von der Floppy Disk ODIN-1440 bootet.

Installation von OS/2 Warp 4 unter Mac OS X mit Q

Als ersten Schritt werde ich den Emulator Q unter Mac OS X Leopard installieren und konfigurieren. Von der Homepage von Q - (kju:) lade ich den aktuellen Emulator herunter (10 MB). Die Installation geschieht dann durch das simple kopieren der Anwendung in des Anwendungsverzeichnis.
Für die Installation von Warp 4 halte ich mich an die Installationsanleitung aus dem QEMU- KVM- Handbuch. Die Installation ist mit Q unter MacOS X allerdings um vieles einfacher. Als erstes Lade ich das Disketten-Image von odin-1440 herunter. Dieses Image wird benötigt um auf der virtuellen OS/2 Warp Festplatte eine Partition anzulegen. Das ISO Image der OS/2 Warp 4 CD wird unter MacOS X durch doppelklick gemountet. Im Verzeichnis DISKIMGS/OS2/35/ befinden sich die Disketten-Images DISK0.DSK, DISK1-CD.DSK und DISK2.DSK. Diese werden für die Installation von OS/2 benötigt, da ein Booten von der CD nicht möglich ist.

[UPDATE] Einige Tips zur konfiguration von QEMU findet man hier.

Freitag, 5. Dezember 2008

OS/2 für die Massen

Ich habe gerade die englische Version von OS/2 Warp 4 erhalten die damals über eine Computer Zeitschift verteilt wurde. Bei dieser Version ist eine Registrierung nicht erforderlich. Es handelt sich dabei aber auch nicht um eine zeitlich begrenzte Demo-Version. Da OS/2 Warp noch nicht als Abandon-Ware eingestuft ist (Serenity-Systems verkauft es ja immer noch als eCS), bin ich mir nicht sicher, ob das Kopieren dieser Version strafbar ist. Ich denke jedoch dass es eine gute Basis für ein "OS/2 für die Massen" ist.
Ziel soll es sein OS/2 Warp 4 unter einem PC-Simulator wie QEMU, Q, DOSBOX oder Bochs ans laufen zu bekommen. Der Vorteil eines Simulator gegenüber einer Viruellen-Maschine wie VmWare, Vitual-PC oder Vitual-Box ist, dass es auch auf Rechnern ohne Intel-CPU (x86) läuft.
Dadurch wird sichergestellt, dass man OS/2 auch noch in vielen Jahren benutzen kann, wenn es keine x86 kompatiblen CPUs mehr gibt. Da ein Simulator jedoch die gesamte CPU in Software simulieren muss, es er deutlich langsamer als eine Virtuelle Maschine. Da OS/2 aber nur sehr geringe Anforderungen an die CPU stellt ist dies nicht weiter tragisch. Jeder Standard-PC den man Heute kaufen kann, kann ohne Schwierigkeiten eine ausreichend schnelle Intel-CPU simulieren.
Ich werde OS/2 Warp 4 unter MacOS X unter dem Emulator Q installieren. Hinter Q verbirgt sich der Emulator QEMU der um eine grafische Benutzeroberfläche erweitert wurde.