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Montag, 4. Januar 2010

Google's Chrome OS - Welcome Back to 1995

Greg Lambert vom Blog 3 Geeks and a Law hat ein Déjà vu. Nachdem er das Google Chrome OS gesehen hat, fühlt er sich wieder in das Jahr 1995 zurückversetzt. 1995 versuchte er für die Universität mit OS/2 Warp 3 und Netscape ein Internet Terminal zu realisieren. 14 Jahre später greift nun Google mit Chrome OS die gleiche Idee auf. Die Geschichte wiederholt sich. 1995 scheiterte die Idee vom "Browser Terminal" ... wird Google es mit ihrem Web OS diesmal schaffen?

Dienstag, 3. November 2009

Kein Glück mit Virtual Box

Alle Versuche unter Virtual Box eine Version von Warp 3, Warp 4 oder eComStation zu installieren sind bisher gescheitert. Ohne die VT-X bzw. AMD-V Support der CPU hat man keine Chance es ans laufen zu bringen. Leider verfüge ich nicht über einen PC mit einer CPU die diesen Support bietet. Dies sind die folgenden Prozessoren:
Ich bin mit meinem Pentium 4 (HT) 3 GHz PC und meinem Mobile Celeron Notebook technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Rein von der Performance sehe ich aber noch keine Notwendigkeit eines Upgrades.

Mittwoch, 16. September 2009

Toshiba Satellite 110CS vor der Verschrottung gerettet.

Mein Arbeitgeber zieht um. Dies ist meist der Zeitpunkt, an dem man sich durch die Archive arbeitet und die alten Unterlagen aus längst vergangenen Zeiten aussortiert und entsorgt. Aber nicht nur Papier wandert in die Mülltonne, auch alte Hardware die keinen sinnvollen Zweck mehr erfüllt und nur in der Ecke vor sich hinstaubt wird entsorgt. Dieses Schicksal drohte auch einem Toshiba Satellite 110CS Notebook aus dem Jahr 1996. Ausgestattet mit einem Pentium 100 MHz Prozessor, 8MB RAM, 800MB Festplatte, Floppy und einem 800 x 600 Pixel Display (Chip&Technology 65548 Grafikkarte) war es für den Einsatz von Windows 95 gedacht und genau dieses Betriebsystem befand sich auch noch auf der Festplatte. Bis auf den Akku war das Notebook technisch noch einwandfrei, nur erfüllte es keinen praktischen Nutzen mehr.

Nach kurzer Überlegung stand für mich fest, dass an diesem Notebook der große Exorzismus angewandt werden musste: Windows 95 löschen und OS/2 Warp Connect installieren.

Da das Notebook keine Anschlussmöglichkeit für ein CD-ROM Laufwerk hat, bleibt eigentlich nur die Installation über Disketten. Dies wollte ich mir aber nicht zumuten. Erstens habe ich keinen entsprechende Diskettensatz und zweitens nicht die Zeit und die Lust mich noch einmal aus Disk-Jockey zu betätigen. Zum Glück lies sich die 2,5" Zoll IDE Festplatte bequem durch wenige Handgriffe aus dem Notebook entfernen und in ein externes USB-Festplattengehäuse einbauen. Damit ist es möglich, auf einem anderen (Windows) PC mit Hilfe von QEMU-Manager ein neues Betriebsystem auf der Notebook-HD zu installieren. Das einzige was man benötigt, ist ein USB-IDE-Gehäuse für 2,5" Festplatten, die OS/2 Warp Connect Installations-CD und QEMU-Manager in der neusten Version.

Unter QEMU-Manager erstellt man sich zuerst einen neuen virtuellen PC. Als Festplatte definiert man aber nicht eine virtuelles Festplatten-Image sondern wählt die USB-HD als physikalisches Gerät aus. Als Boot-Gerät wählt man die Disketten-Images von der OS/2 Warp CD aus. Mit diesen Einstellungen kann man OS/2 Warp Connect in wenigen Minuten auf der USB-HD installieren und booten. Die Netzwerk-Unterstützung habe ich nicht installiert, da der Installer unter QEMU bei mir hängenbleibt. Nach der Installation braucht man nun nur noch die Notebook-HD in das Notebook einbauen. Ich habe als Dateisystem für OS/2 FAT gewählt, weil mit 8MB RAM ein Betrieb mit HPFS zu viel Speicher benötigt und das System ausbremst und weil es mir hierdurch später möglich ist, die Festplatte erneut über das USB-HD-Gehäuse an einen anderen PC anzuschließen um Daten auf diese Platte zu übertragen.

[UPDATE] Eine OS/2 Warp Installation auf FAT Partition stellt sich für einige OS/2 Anwendungen als Problem da. Darum habe ich die Installation auf Basis einer HPFS Partition wiederholt. Auf der Festplatte befindet sich trotzdem noch eine kleine FAT16 Partition damit ich bei Bedarf Daten auf die Festplatte übertragen kann. Obwohl IBM mindestens 12MB RAM für den Einsatz von HPFS empfiehlt, läuft Warp 3 es auf meinem Notebook noch mit ausreichender Geschwindigkeit.

Anschließend wird nun das Fixpack 40 für Warp 3 installiert das man hier findet. Nach dem Download dieser Dateien erstellt man sich ein Verzeichnis mit dem Namen "OS2SERV". In dieses Verzeichnis werden die Datei kopiert. "csf143.zip" wird nun in dieses Verzeichnis entpackt. Anschließend erstellt man im Verzeichnis "OS2SERV" erneut eine Verzeichnis mit dem Namen "OS2SERV" in das man die restlichen Zip-Archive (ftpinstl.zip, xr_w40*.zip) kopiert. Diese werden dann in diesem Verzeichnis entpackt. (evtl. doppelte Dateien können überschieben werden). Das komplette Verzeichnis kann sich nun auf die OS/2 Festplatte kopieren und ausführen. (OS2SERV.EXE)

Nach dem Patch habe ich dann noch den SNAP-Grafiktreiber installiert, da ich keinen funktionierenden Treiber für die Chips&Technology Grafikkarte gefunden habe. SNAP-3.1.8 findet man, zusammen mit den freien Registrierungsschlüssel hier zum Download. Nach erfolgreicher Installation kann ich nun die volle Auflösung mit 800 x 600 Pixeln bei 256 Farben nutzen.

Mittwoch, 9. September 2009

Monitor - die Zeitschrift für den erfolgreichen Computereinsatz

Die älteren Ausgaben der österreicher Zeitschrift Monitor aus dem Verlag Monitor stehen Online zur Verfügung. Hier findet man auch auch Testberichte über OS/2 Warp 3 (1/95) und Warp gegen Windows 95 (4/95). Die Zeitschriften kann man als PDF-Datei herunterladen. In der Ausgabe 4/95 werden Warp 3 und Windows 95 miteinander verglichen und die Vor- und Nachteile beider System diskutiert. Einen klaren Sieger wird nicht gekührt. Jedoch wird aus dem Vergleich klar, dass OS/2 Warp 3 zwar technisch ausgereifter als Windows 95 ist, das Microsoft Produkt jedoch deutlich benutzerfreundlicher ist. Der Rest ist Geschichte.

Game of the Day - Asteroids

Ziel dieses Spiels ist das abschießen von Asteroiden. Dabei werden nacheinander große Asteroiden in kleinere zerschossen bis sich diese ganz auflösen. Der Level ist abgeschlossen, sobald alle Asteroiden abgeschossen sind. Gestört wird man bei der Mission durch sporadisch auftauchende UFOs die wild durch die Gegend schießen. Das eigene Raumschiff unterliegt der Massenträgheit und behält stetig seine Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit bei. Um abzubremsen muss man also das Schiff um 180° drehen und dosiert Gegenschub geben. Das Schiff hat ein Schutzschild und einen Hyperdrive das es bei Gefahr an eine zufällige aber sichere Position bringt. Die Umsetzung dieses Atari-Spiels als native OS/2 Anwendung ist gelungen. Es läuft ab OS/2 Warp 3 und ist auch bei geringer Rechenleistung des PCs noch flüssig spielbar. Das Spiel ist Open-Source und kann hier zusammen mit dem Source-Code heruntergeladen werden.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Book Review: Kapitel 2 - Und es geht doch noch nicht los... Teil 1

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Installation von Warp 3 und klärt, ob man eine evtl. schon installierte OS/2 Version mit dem Warp Paket aktualisieren kann. Der Leser wird außerdem in die wichtigen OS/2 Systemdateien eingeführt und ihm werden Schritt für Schritt die einzelnen Phasen der Installation erläutert. Zuerst möchte ich ein paar Abkürzungen erläutern die bei früheren OS/2 Versionen (1.0 - 2.0) verwendet wurden:
  • SE - Standard Edition
    Diese Version enthält die Standard Komponenten des Betriebsystems und ist für den Einsatz auf dem Desktop PC ausgerichtet. Ab der Version 2.0 enthält OS/2 zusätzlich eine Windows 3.1 Version. Ab der Version 2.1 gibt es dann eine SE-Variante mit Windows (Blue-Spine) und eine günstigere Variante ohne Windows (Red-Spine).

  • EE - Extended Edition
    Diese Variante von OS/2 wurde um Server Funktionen erweitert.

  • GA - General Availability
    Ab Version 3.0 Warp wurde die Release Version von OS/2 mit GA oder auch Golden Code bezeichnet. Dieses war jeweils die von IBM freigegebene Version die in den Verkauf gelangte.

  • OS/2 for Windows
    Diese Variante von OS/2 konnte über ein installiertes DOS mit Windows 3.1 in das vorhandene FAT-Filesystem installiert werden. Der Anwender hatte dadurch die Wahl, mit einen bisherige DOS und Windows weiterzuarbeiten, ober aber die gleiche Software auch unter OS/2 zu verwenden.

  • WinOS/2
    Diese Windows 3.1 Version ist bestandteil von OS/2 und wird als eigener Prozess gestartet. In dem Fall, dass eine Windows-Anwendung abstützt kann diese nur den WinOS/2 Prozess beeinträchtigen. Das darunterliegende OS/2 System mit seinen Anwendungen läuft ungehindert weiter.
Eine Aktualisierung auf Warp 3 ist nicht unter alle Umständen möglich. Abhängig von der installierten Vorgänger-Version kann nur mit einer bestimmten Warp 3 Variante eine Aktualisierung durchgeführt werden. In diesem Fall muss die alte OS/2 Installation gelöscht werden. Es ist möglich OS/2 auf eine FAT Partition neben Windows 3.1 zu installieren. Mit einigen Tricks ist es auch möglich ein Windows 3.1 auf eine OS/2 HPFS Partition zu installieren.
Ich gehe im folgenden davon aus, dass man eine OS/2 Version 3 mit WinOS/2 installiert und somit DOS und Windows automatisch mit Warp 3 mit installiert wird.

Bei den Installationsmedien hat man die Auswahl zwischen einer Disketten Version von Warp 3 oder einer Version mit 2 CD-ROMs (OS/2 Warp + Bonus-Pack) und 2 Boot-Disketten. Der Autor empfiehlt den Kauf der CD-ROM Version, selbst wenn man ein CD-ROM Laufwerk haben sollte, dass noch nicht von OS/2 unterstützt wird. Unter DOS besteht auch mit der CD-ROM Version die Möglichkeit, sich eine notwendigen Installations-Disketten selbst zu erstellen. Da IBM die Disketten in einem anderen Format verwendet, das mehr als 1.44 MB auf einer Diskette speichern kann, benötigt man unter DOS einen speziellen Treiber um diese Disketten bearbeiten zu können. Auf der OS/2 Warp 3 CD-ROM befindet sich im Verzeichnis \OS2 die folgenden Treiber die man in die CONFIG.SYS Datei der DOS-Installation eintragen muss:

BASEDEV=IBM2FLPY.ADD
BASEDEV=XDFLOPPY.FLT

Danach kann man mit dem Befehl makedsks die Installationsdisketten erstellen, bzw. mit dem Befehl xdfcopy a: a: sich Sicherheitskopien der Installationdisketten erstellen, wenn man eine Diskettenversion von OS/2 besitzt. In dem Fall, dass man noch einen Rechner mit einem 5,25" Floppy Laufwerk besitzt hilft leider alles nichts, man benötigt ein 3,5" Floppy Laufwerk als Laufwerk A: sonst kann man OS/2 nicht installieren.

Donnerstag, 23. April 2009

Warp vs. Win95 - Hat OS/2 noch eine Chance?

So lautet der Titel der Zeitschrift OS/2 Spezial der Ausgabe 3/95. Diese Zeitschrift ist mir diese Tage mit einem vollständigen Satz der Zeitschrift Inside OS/2 in die Hände gefallen. Im Editorial der Zeitschrift vergleicht der Redakteur Thomas Hümmler OS/2 und Windows 95 mit Hase und Igel, welches ich hier zitieren möchte:

Jetzt ist es offiziell: IBM gibt auf. Anfang August, berichtet das Handelsblatt, gestand Louis V. Gerstner, Vorstandsvorsitzender von IBM, ein, daß OS/2 den Kampf um Heim- und Endanwender gegen Microsoft und Windows verloren hat. Der milliardenschwere Werbefeldzug und ein Jahr Vorsprung haben nichts gebracht. Der Hase war schneller - und schlauer.

Ein weiterer Schlag ins Gesicht derer, die seit einiger Zeit Warp auf Sparflamme fahren. Aber ein vorhersehbarer Schlag. Die Unterstützung der großen Softwarehäuser bleibt aus. Hersteller Corel hat vor längerem bereits seine Zusage zurückgenommen, daß Corel Draw 6.0 für OS/2 im August erscheint; der deutsche Hersteller Star Division verkündete noch auf der Cebit vollmundig, daß Star Office im Juni kommt. Jetzt ist es Anfang September und außer einer instabilen Vorversion immer noch nichts in Sicht, geschweige denn in Produktion - kleinere Probleme halten groß auf. Einzig Lotus, das neue Kind von IBM, könnte den Termin halten. Deren Smart-Suite-Ankündigung ist weniger präzise, aber für OS/2-Besitzer spektakulär: 60 Tage nach Windows 95. Die Geburtsstunde für die amerikanische Version fiele demnach voraussichtlich auf den 24. Okt. 1995 wohlgemerkt. Mal abwarten...

IBM igelt sich derweil mit Warp in den Unternehmen ein. Es bleibt dem Elektronik-Multi fast nichts anderes übrig. Software für Firmen, für Banken und Versicherungen ist seit eh und je die Stärke von OS/2. Zwar kommen auch langsam die Krauter mit ihrer Rübensoftware. Aber die fault zum Teil schon in der Verpackung, wie etwa der Novastar vertriebene Workplace Commander.

Und Sie? Als Anwender? Sehen Sie zu, wie der Hase graziös übers Feld davonhoppelt, während der Igel vielleicht noch einmal die Stacheln flachlegt und hinterherhetzt? Nur zuschauen geht nicht, Ihr Computer arbeitet nicht von alleine. Achten Sie daher auf sich: Vielleicht wachsen Ihnen auch bald schon Löffel, Sie trommeln mit dem Fuß und schlagen dem Igel einen Haken - dem Hasen hinterher.


Mich hat erstaunt, dass dieses Editorial den Leser schon Mitte 1995 auf so düstere Zeiten einstimmt. Der Artikel Warp 3 vs. Win95 beschreibt im Detail die Unterschiede zwischen den beiden Betriebssystemen. Technisch war OS/2 Warp 3 dem Konkurrenten Windows 95 überlegen. Doch das User-Interface von Win95 ist einfacher für einen normalen Benutzer zu verstehen und dass war zuletzt der ausschlaggebende Punkt warum Microsoft mit seinem Produkt gewonnen hat.

Mittwoch, 18. März 2009

Book Review: Kapitel 1 - Bevor Sie beginnen ...

Das erste Kapitel dieses Buches erläutert die Grundlagen eines PCs und den Funktions-Umfang von OS/2 Warp 3. Es wird auf die Systemanforderungen von Warp 3 eingegangen und beschrieben wie man Warp 3 zusammen mit anderen Betriebssystemen installiert.

Der Autor empfiehlt als minimal PC für die Benutzung von Warp 3 einen 386 DX 40 mit 8 MB RAM und 200 MB Festplatte. Warp 3 läuft theoretisch schon auf einem 386 SX 16 mit 4 MB RAM und 60 MB Festplatte, diese Ausstattung ist aber nur für wenige Anwendungen wie Textverarbeitung erträglich. Als optimaler Warp-PC wird ein 486 DX 33 mit 16 MB RAM und 400 MB Festplatte empfohlen. Bei der Auswahl der Hardware-Komponenten sollte man vor dem Kauf genau prüfen, ob diese von Warp 3 direkt oder vom Hersteller der Komponente mit Treibern unterstützt wird.

Warp 3 bietet echtes Multitasking zwischen OS/2, Windows 3.1 und DOS Anwendungen, besitzt echten Speicherschutz zwischen den verschiedenen Anwendungen und bringt für die Bedienung eine objektorientierte, graphische Benutzeroberfläche mit, die Workplace Shell. Warp 3 unterstützt das FAT, HPFS und ISO9660 Dateisystem und über der Installable-File-System (IFS) Unterstützung können noch weiter Dateisystem hinzugeladen werden.

Anders als OS/2 2.1 wird Warp 3 direkt mit einem BonusPak ausgeliefert das die folgenden Programme enthält:
  • IBM Works (Textverarbeitung, Datenbank, Tabellenkalkulation, Terminverwaltung)
  • IBM Multimedia Viewer für Archivierung und Darstellung von Bild und Textdateien.
  • IBM Internet Connection für OS/2 (diverse Programme für den Zugriff auf das Internet)
  • Faxworks für OS/2 (Faxe empfangen und senden aus OS/2-, WinOS/2- und DOS-Anwendungen heraus)
  • Opalis für OS/2 (BTX-Decoder für den Datex-J Dienst der deutschen Telekom)
  • HyperAccess Lite für OS/2 (Terminal-Programm für den Zugriff auf Mail-Boxen und Online-Dienste)
Bevor man nun Warp 3 installiert sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man OS/2 alleine oder neben anderen Betriebssystemen wie Linux oder DOS verwenden will. Hier gelten die gleichen Regeln die schon im Kapitel 11 zum Book Review OS/2 2.1 - Eine Strukturierte Einführung beschrieben wurden.

Dienstag, 17. März 2009

Warp-Book im Selbstbau

OS/2 Warp 3 läuft unter Q und QEmuManager, ich wollte trotzdem einmal eine Installation auf "echtem Eisen" durchführen, um mir ein Bild davon zu machen, wie schnell bzw. gut OS/2 sich 1994 für den Anwender an gefühlt hat. Ich habe einige alte PCs herumstehen, auf denen ich schon Warp 4 und EcomStation probeweise installiert hatte und weil bei dem letzten OS/2 Buch, dass ich in die Finger bekommen hatte, eine 60 Tage OS/2 Warp Version auf CD-ROM bei lag, dachte ich mir, jetzt installierst du auch mal Warp 3.

Leider lies sich Warp 3 auf keinem meiner Rechner mehr installieren. Alle bleiben bei der Installation entweder hängen (frieren ein) oder beenden das Booten mit einem TRAP. An dieser Stelle wurde mir klar, wie gut die Emulation unter QEmu wirklich ist.

An diesem Punkt hatte ich zwei Möglichkeiten weiter zu machen. Treiber-Troubleshooting in der Config.sys von Warp 3 oder die Beschaffung vernünftiger, antiker Hardware aus dem Jahr 1994. Außerdem wollte ich Warp 3 nicht wirklich auf diesen alten, lauten, sperrigen, dreckigen Blechkisten installieren. Bei eBay fand ich nach kurzer Suche ein 486 Notebook mit Farb- VGA- TFT- Display als Defekt für unter 10 Euro. Was defekt an dem Gerät war, war dass der Display-Deckel nicht mehr in Position gehalten wurde, weil die Plastikverschraubungen an den Schahnieren über die Jahre brüchig geworden waren. Mit etwas Heißkleber (DrRatio's liebling ;) war das schnell repariert. Der Akku war natürlich nach über 10 Jahren platt und das Netzteil war kaputt. Ein passendes 19 Volt Netzweil war schnell organisiert und nach dem Einschalten des Geräts bootete es Windows NT 4.0 von seinem Vorbesitzer.

Bei dem Notebook handelt es sich um ein ESCOM PARADIGMA II aus dem Jahre 1995 mit 486 DX 4-100 MHz CPU und 20 MB RAM, also die ideale Hardware für Warp 3. Das 12"-Display hat eine Standard-VGA Auflösung von 640 x 480 Pixel bei 256 Farben. Die laute und scheppernde 504 MB 2,5"-Festplatte wurde sofort gegen einen Compact-Flash-IDE-Adapter mit 256 MB CF-Karte gewechselt.

Schwierig wurde es bei der Partitionierung der CF-Karte. Die CF-Karte wurde vom BIOS sauber erkannt, da dass Disketten-Laufwerk aber nicht mehr richtig funktionierte, war es sehr schwer ein DOS auf dem Notebook zu booten um die Festplatte zu partitionieren. Nach vielen Versuche klappte es dann, und auf der CF-Karte konnte dann anschließenden mit QEmuManager Warp 3 installiert werden. Nach der Installation wurde die CF-Karte wieder in das Notebook eingebaut, welches nun Warp ohne Probleme bootet. Beim Filesystem Typ bin ich bei FAT geblieben. Ich kann nun die CF-Karte über einen USB-Media-Reader an jeden PC anschließen und nachträglich Daten von und auf das Medium kopieren. Außerdem kann ich das installierte Warp 3 unter QEmuManager booten und damit arbeiten, so als laufe es auf dem Notebook. Dabei sollte man aber beachten, das man keinen Virenscanner oder irgend welche anderen Programme laufen hat, die gleichzeitig mit dem Emulator auf die Daten auf der CF-Karte zugreifen. Das Ergebnis ist ein durcheinander in der FAT und in den Daten auf der CF-Karte.
Unter Q auf dem Mac kann ich mit dem Disk-Utility ein Image von der CF-Karte erzeugen. Leider habe ich noch keinen Weg gefunden, dieses wieder auf die CF-Karte zurückzuspielen. Das erzeugte Image kann man unter Q booten und somit auch mit Warp 3 arbeiten.

QEmuManager verwendet auch physikalische Festplatten

Beim herumexperimentieren mit QEmuManager ist mir eine Funktion aufgefallen, die Q nicht bietet. Es ist möglich physikalische Festplatten anstatt eines Festplatten-Images zu verwenden. Wenn dass möglich ist, kann man dann ein OS/2 unter QEmuManager auf einer Festplatte installieren und diese dann in einen reellen PC einbauen, der dann das installierte System bootet?

Als ersten Versuch habe ich darum eine IDE-Festplatte über ein externes USB 2.0 IDE- Festplattengehäuse mit dem PC verbunden, unter QEmuManager einen virtuellen PC mit physikalischer Festplatte erzeugt und DOS installiert. Die physikalische USB Festplatte lässt sich im entsprechenden Auswahlmenü auswählen, sobald sie mit dem PC verbunden wurde. DOS wurde nun von einem Disketten-Image gebootet und ich konnte mit FDISK eine Partition auf der Festplatte anlegen. Nach dem notwendigen reboot von DOS kann man dann diese Festplatte mit FORMAT C:/S formatieren und bootfähig machen. Ein Booten von dieser Festplatte ist dann anschließend unter QEmuManager ohne Probleme möglich. Anschließend habe ich die IDE-Festplatte aus dem externen USB-Gehäuse entnommen und über den IDE-Anschluss an meinen alten Pentium 200 PC angeschlossen. Dieser erkannte die Festplatte sofort, wollte das installierte DOS aber nicht booten. Was war falsch gelaufen?

Das Problem ist, dass unterschiedliche IDE-Controller die Festplatte mit unterschiedlicher Geometrie ansprechen. Moderne Betriebssystem arbeiten bei Festplatten mit LBA der Large Block Allocation. Hierbei bekommt jeder 512KB-Block der Festplatte eine eindeutige Nummer zugewiesen. Die Geometrie der Festplatte spielt bei älteren Betriebssystem (wie DOS und OS/2) eine wichtige Rolle. Hier wird ein Datenblock auf der Festplatte durch Cylinder, Head und Sector (CHS) adressiert. Die Anzahl der Zylinder, Köpfen und Sektoren legt aber der IDE-Controller beim erkennen der Festplatte fest. Solange der IDE-Controller nicht gewechselt wird, ist dies nicht weiter tragisch. Schließt man aber die Festplatte an einen anderen IDE-Controller an der der eine andere CHS Geometrie verwendet, kann das Betriebssystem von dieser Platte nicht mehr richtig booten.

Die Lösung zu diesem Problem ist, die Festplatte auf dem Ziel-System zu partitionieren und zu formatieren. Schließt man die Festplatte nun über einen USB-IDE-Controller an einen PC an, erkennt der Controller bzw. das Host-Betriebsystem (Windows XP, Linux, MacOS X), dass sich schon eine gültige Partitionstabelle auf der Festplatte befindet und verwendet die dort angegebene Geometrie. Das gleiche Problem hat man übrigens auch bei der Verwendung von Compact-Flash Karten als Festplattenersatz. Auch hier sollte man die CF-Karte auf dem Zielsystem partitionieren.

Montag, 16. März 2009

Book Review: OS/2 Warp Version 3 ohne Kopfschmerzen

Dieses Buch aus dem Markt&Technik Verlag beschäftigt sich mit OS/2 Warp 3. Der Autor Benjamin Stein gibt in diesem Buch dem Einsteiger wie auch dem Fortgeschrittenen OS/2 2.0 Anwender einen Einblick in die neue Version von OS/2 Version 3. Auf gut 300 Seiten behandelt das Buch die Installation, den Umgang mit Warp, erläutert die Programme des Bonus-Packs und gibt viele nützliche Tipps für den Alltag. Ich möchte zum Auftakt aus dem Vorwort zitieren, in dem der Autor beschreibt was den Leser in diesem Buch erwartet.

OS/2 - was ist das? OS/2 - das taugt doch nichts! OS/2 - das ist doch ein Betriebssystem für Großrechner von IBM, für den Heim-PC völlig ungeeignet. Oder auch: Oh - OS/2 - das macht deinem Rechner Beine, wer´s drin hat, hat mehr drauf... Irgend etwas muss dieses Software an sich haben, wenn es ihr gelingt, die Debatte über das Betriebssystem der Wahl derart anzuheizen und mit immer neuem Stoff zu versorgen.

Vielleicht glauben Sie diesen Slogans nicht. Vielleicht wollen Sie endlich wissen, was wirklich dran ist an diesen Schmähreden und Lobeshymnen. Was kann dieses OS/2? Was kann es nicht? Lohnt es sich für mich, es zu installieren? Wie stelle ich´s an? Was muss ich beachten?

Eine umfassende Antwort auf alle Ihre Fragen zu OS/2 wird Ihnen auch dieses Buch nicht geben können. Es ist gedacht als erster Einstieg für jene unter Ihnen, die vorhaben, OS/2 zu benutzen. Es ist gedacht als Informationsquelle für jene, die OS/2 noch nicht oder nur wenig kennen und unschlüssig sind, ob sich eine Installation wohl lohnt. Und ebenso soll es den Anwendern von OS/2 2.x helfen, in Kürze die Neuerungen und Veränderungen der Version 3 kennenzulernen, damit der Ein- bzw. Aufstieg in die Warp-Ära ohne allzu großes Kopfzerbrechen oder gar Kartenjammer vonstatten gehen kann.

Also, worauf warten wir noch? Sie sind bereit? Lassen Sie sich einfach entführen in die gar nicht so "unendlichen Weiten" von OS/2 Warp.

Benjamin Stein - OS/2 Warp Version 3 ohne Kopfschmerzen - Markt&Technik - ISBN 3-87791-700-3

Das Buch ist in 5 Kapitel aufgeteilt die in den folgenden Wochen nacheinander von mir zusammengefasst werden. Die Kapitel haben die folgenden Titel:
  1. Bevor Sie beginnen ...
  2. Installation
  3. Ihr neues Büro - Einführung in die Workplace Shell
  4. So geht´s - Arbeiten mit der Workplace Shell und den Anwendungen des BonusPak
  5. Durchstarter und Fehlstarts
Ich werden bei Bedarf Bezug auf das letzte Book-Review nehmen, weil ich nicht unnötig schon beschriebene Funktionen von OS/2 erneut beschreiben will.

Freitag, 13. März 2009

Warp 3 und Warp 4 laufen auf QEmuManager 5.0

Nachdem ich ein wenig mit QEmuManager 5.0 unter Windows XP experimentiert habe, galt meinen nächsten Versuch ein unter Q erzeugtes Image eines virtuellen PCs unter QEmuManager ans laufen zu bekommen. Das Image von Warp 4 war schnell auf den Windows PC kopiert. Mit diesem Image kann QEmuManager aber leider nicht arbeiten.
QEmuManager erwartet zwei Dateien mit der Dateiendung DSK und VM. Die VM-Datei ist ein Text-File, dass die QEmu Konfiguration enthällt. Die DSK-Datei ist das Disk-Image. Im Gegensatz dazu verwendet Q für jeden virtuellen PC einen Ordner in dem sich ebenfalls eine Konfigurationsdatei (configuration.plist), das Disk-Image (*.qcow2) und ein Bild der aktuellen Displayausgabe (thumbnail.png). QEmuManager oder Q haben leider kenne passenden Exporter oder Importer um die passenden Konfigurationsdateien zu erzeugen, darum muss man hier leider etwas tricksen.
Unter QEmuManager wird ein virtueller PC angelegt den wir Warp nennen. QEmuManager legt für diesen virtuellen PC die Dateien Warp.vm und Warp.dsk in seinem Image Verzeichnis an. Die Warp.dsk Datei wird nun gelöscht, die *.qcow2 Datei in dieses Verzeichnis kopiert und anschließend in Warp.dsk umbenannt. Warp 4 kann nun in QEmuManager gestartet werden. Die PCNet-Netzwerkkarte wird leider noch nicht erkannt. Auf die gleiche Art und Weise wird auch mit dem Image von Warp 3 umgegangen. Unter QEmuManager kann man den Netzwerkkartentyp leider nicht einstellen und eine Modifikation der VM-Datei wird automatisch rückgängig gemacht. Hier muss ich mich etwas tief einlesen um dass Problem zu lösen.

Montag, 2. März 2009

Quartalsbericht: 3 Monate OS/2 Today

Ich habe mich nun 3 Monate etwas intensiver mit OS/2 beschäftigt. Es hat mich überrascht, wie wenig ich über dieses Betriebssystem bisher gewusst habe. Irgend ist es in den letzten 15 Jahren ab und zu mal auf meinem Radar aufgetaucht und wieder verschwunden, ohne dass man sich genauer damit beschäftigt hätte. Heute hat es allenfalls noch einen historischen Wert sich mit ihm zu beschäftigen. Kurz zusammengefasst kann ich über OS/2 bis jetzt dass folgende schreiben:
  • OS/2 hatte seine Sternstunde 1992-1994 mit dem Erscheinen von OS/2 2.1, 2.11 und Warp 3. Zu dieser Zeit war es das einzige 32 Bit Betriebssystem (für Intel-PCs) auf dem Markt und hatte einen 3 Jahre Vorsprung vor Windows 95 und NT. Dem Unvermögen von IBM und der Software-Industrie dieses Produkt richtig zu vermarkten, ist es zu verdanken, dass es sich nicht gegen Microsoft durchsetzen konnte. Nach dem Scheitern von OS/2 auf der PowerPC Plattform zog sich IBM aus dem Konsumermarkt zurück und konzentrierte sich wieder auf den Business-Markt als Nische für OS/2. Echte Weiterentwicklungen fanden ab hier nicht mehr statt. Ab der Version Warp 4.52 zog sich IBM auch aus dem Business Markt zurück. eComStation, dass auf der Version 4.52 aufbaut und bis heute von Mensys weiterentwickelt wird, versucht mit heutige modernen Betriebssystemen mitzuhalten, ohne aber Zugriff auf den Source-Code von OS/2 zu haben.
  • OS/2 kann sich den Retro-Hype zu nutze machen, um wieder etwas Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Einen beachtlichen Anteil alter Programm laufen unter OS/2 besser als unter DOS oder Windows 3.11. Leider ist diese Nische nur sehr klein und zu dem rechtlich eine Grau-Zone. Egal welche alten, ehemals kommerziellen Programme man sich aus dem Internet herunter lädt, bei allen befindet man sich am Rande der Illegalität. Zur Zeit gibt es aber keine andere Möglichkeit alte Software für die Nachwelt zu erhalten. OS/2 läuft ausgesprochen gut in einem Emulator. Eine Zeit-Kapsel für OS/2 zu erstellen wäre sinnlos. Es müssen weitere 50 Jahre vergehen, bis sich jemand frei und legal ohne Lizenz mit dieser Software beschäftigen darf. Zum Vergleich: Konrad Zuse baute 1941 die Z3, den ersten kommerziellen Computer auf Relais-Basis ... vor 68 Jahren. Erst in 7 Jahren werden somit die Programme für die Z3 Public-Domain.
  • Was für Software gilt, gilt natürlich auch für Bücher. Die Dokumentation zu OS/2 ist im Internet nur spärlich gesät. Selbst das Angebot an Literatur bei eBay ist nicht gerade üppig. Literatur hat noch einen längeren Copyrightschutz als Software. Erst 90 Jahre nach dem tot des Autors wird diese der Öffentlichkeit frei zugänglich. Wer liest in 90 Jahren noch ein Buch über OS/2 ? Wer liest heute noch die Betriebsanleitung über eine Dampflok von 1919 ? Man darf Bücher nicht ohne Copyrightverletzung vervielfältigen, man darf aber aus ihnen zitieren, sie umscheiben, sie mit anderen vergleichen und sie zusammenfassen. Ich habe mit den Buch Reviews begonnen und werden in dieser Richtung auch weiter machen, den niemand wird sich mit OS/2 beschäftigen, wenn es keine Literatur zu diesem Thema gibt.
  • Die OS/2 Community setzt ihre Bemühungen hauptsächlich auf die Weiterentwicklung von eCS. Trotz allen Bemühungen ist eCS schon lange keine Alternative mehr für Windows, Linux oder MacOS X. Über kurz oder lang laufen diese Entwicklungen zudem in eine Hardware-Sackgasse. Der Grund und das Ziel für diese Entwicklung ist mir zudem immer noch schleierhaft. Für mich sieht es so aus, als wollte man eCS als Basis für Unternehmens-Anwendungen aufstellen. Ich bin gespannt ob die Anwendungen Firefox, Tunderbird und OpenOffice allein dafür ausreichend sind. Zudem muss man bei eCS für das Betriebssystem und das OpenOffice etwas bezahlen, was man bei Linux kostenlos und aktueller bekommt.
In den nächsten Monaten werde ich mich weiter in OS/2 einlesen und weiter Versuche mit QEMU und Q anstellen. Den Fokus lege ich hierbei auf das echte OS/2, die Versionen 2.1 bis Warp 3.
Spätere Versionen von OS/2 sind für mich weniger interessant, da sie das ursprüngliche Design des Systems und der GUI zu stark verfremden. Warp 4 bis eCS 2.0 fügen OS/2 besseren Treiber-Support für Netzwerk, Grafik, USB, Bugfixes, Java usw. hinzu und erweitern die GUI um Elemente, die man als Windows User gewohnt ist. Diese Versionen sind für diejenigen interessant, die OS/2 noch immer als Ersatz für ein modernes Betriebssystem, nativ, auf echter Hardware einsetzen wollen.

Freitag, 23. Januar 2009

StarDock Artikel zum 10ten Geburtstag von OS/2 2.0

Der Artikel wurde einmal zum 10ter Geburtstag von OS/2 2.0 geschrieben. Am Ende befinden sich 3 Links zu Webseiten die OS/2 2.0, 2.1 und Warp 3 mit vielen Bildern beschreiben. Ein weiterer interessanter Artikel über StarDock findet sich hier.

Freitag, 16. Januar 2009

Zwischenbericht - 1 Monat OS/2 Today

Es ist jetzt etwa einen Monat her, seit dieser Blog existiert und in dem ich mich mit dem Betriebsystem OS/2 und seiner Nutzergemeinschaft auseinandergesetzt habe. Nach diesem Monat möchte ich mal zusammenfassen was bisher geschehen ist:
  • OS/2 2.1, Warp 3 und Warp 4 laufen mehr oder weniger gut unter QEMU d.h. man wird auch in der Zukunft in der Lage sein, diese Software zu benutzen.(und es wird nie wieder Treiberprobleme mit neuer Hardware geben)
  • Alle Versionen von OS/2 wurden frei aus dem Internet geladen und zählen als AbandonWare d.h. man bewegt sich rechtlich in einer Grau-Zone ob der Besitz und die Nutzung dieser Software als Raubkopie zu werten ist oder nicht. Offiziell gehört die Software IBM, es entsteht aber kein Schaden, da IBM diese Software weder verkauft noch supportet.
  • OS/2 ist die ideale Plattform für diejenigen die alte DOS, Windows 3.1 und OS/2 Programm nutzen wollen. OS/2 ist ein besseres DOS als DOS und eine besseres Windows 3.1 als Windows 3.1.
  • Die OS/2 Gemeinschaft ist auf dem Holzweg. Es wird versucht, OS/2 als Alternative zu Linux und Windows aufzustellen. Angetrieben durch Serenity Systems und Mensys wird an eComStation, Treibern und Patches gearbeitet und neue kommerziellen Anwendungen herbeibeschworen. OS/2 ist tot. Es gibt bessere und neuere Alternativen auf denen man neue Anwendungen entwickeln kann. Das Primärziel der OS/2 Gemeinschaft sollte sein, dass bestehende zu konservieren, und der Nachwelt zur Verfügung zu stellen und nicht durch eCS Leichenschinderei zu betreiben.
Wie geht es weiter?
Auf meiner Agenda für den nächsten Monat stehen folgende Punkte:
  • Die Netzwerk-Funktionalität von OS/2 2.1, WARP 3 und WARP 4 unter Q / QEMU aus laufen bekommen.
  • Einen Treiber für die CirrusLogic Grafikkarte finden, die eine höhere Auflösung als 640x480 Pixel erlaubt.
  • Freie DOS-, Windows 3.1- und OS/2- Software suchen, installieren, ausprobieren und darüber berichten. Das langfristige Ziel sollte es sein, ein Festplatten-Image mit fertig vorinstalliertem und konfiguriertem OS/2 und Anwendungen zu erstellen. Es soll möglich sein, dass man einfach jemanden interessierten OS/2 in die Hand geben kann. Nur so kann OS/2 am Leben erhalten werden, einfach die bestehende Software nutzen und Spaß dabei haben statt neue zu schreiben.

Donnerstag, 15. Januar 2009

OS/2 Warp 3 Connect läuft unter Q

OS/2 Warp 3 Connect kann man bei VentusWare.com herunterladen. Dabei handelt es sich um 17 RAR Dateien. Nach dem Entpacken der Datei erhält man einen Verzeichnisbaum in dem die DSK-Images für die Installation liegen.
Unter Q wird ein neuer PC mit 500MB HD und Soundblaster 16 angelegt. Als Bootgerät wird die Floppy ausgewählt und als Floppy-Image Disk0.DSK.
Die Installation von OS/2 verläuft ohne erkennbare Schwierigkeiten und ist bis auf wenige Kleinigkeiten gleich zur Installation von Warp 4. Nach der Installation hatte ich ein funktionierendes OS/2 Warp 3 mit Sound. Die Netzwerk-Komponenten habe ich erst einmal nicht mitinstalliert.
Nach Warp 4 und 2.1 ist dies nun die dritte OS/2 Version die ich unter Q/QEMU ans laufen bekommen habe. Der nächste Schritt ist nun die unter Warp 3 und Warp 4 vorhandenen Netzwerk-Funktion ans laufen zu bekommen.

Quelle für OS/2 2.1 und OS/2 Warp 4

Auf diesem Abandon-Webarchiv findet man OS/2 2.1 als Diskimage und OS/2 Warp 4 als ISO Image zum Download. Aber Vorsicht für alle die, die Windows als Betriebssystem nutzen. Einige Dateien in diesem Archiv scheinen Virenverseucht zu sein. Beim Download von WinImage8 erkannt mein Virenscanner 2 Viren.
Eine weitere Quelle für Abandon-Software ist die Seite von VetusWare.com. Hier gibt es auch OS/2 1.1, 1.3, 2.1 und Warp 3 Connect zum Download.

Freitag, 19. Dezember 2008

OS/2 Warp Video

In diesem Beitrag von 1995 berichtet Computer Cronicles über OS/2 Warp 3. Es wird die WorkPlace-Shell und ViaVoice vorgestellt, und ein Verantwortlicher von IBM präsentiert einige Multi-Media Anwendungen. Zu diesem Zeitpunkt war OS/2 Windows 95 klar überlegen. Weil Microsoft aber sein Windows mit jedem neuen Computer praktisch mitverschenkt hat, hatte OS/2 mit seiner Preispolitik nur wenig Chancen.